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	<title>Einsichten und Aussichten aus der Psychiatrie</title>
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	<description>Arp und wie er die Welt sah</description>
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		<title>Bisschen komisch sind sie schon&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 13:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[
Manche Begriffe sind nicht einfach eins zu eins vom Schwedischen ins Deutsche zu übersetzen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-342" title="fik1" src="http://www.xoox.de/wp-content/uploads/fik1.jpg" alt="fik1" width="660" height="400" /></p>
<p>Manche Begriffe sind nicht einfach eins zu eins vom Schwedischen ins Deutsche zu übersetzen.</p>
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		<title>Keine Laufzeitverlängerung für unfähige Ministerpräsidenten ?</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 17:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Bisher habe ich ja gedacht, nach Roland Koch gibt es in der deutschen Politik keine Steigerung von unsympathisch und unfähig. Allerdings gibt es ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt. War Roland Koch sowas wie der Darth Vader deutscher Politik so ist Herr Mappus durchaus als der Imperator zu betrachten. Naja, zugegeben, ich hatte schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher habe ich ja gedacht, nach Roland Koch gibt es in der deutschen Politik keine Steigerung von unsympathisch und unfähig. Allerdings gibt es ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt. War Roland Koch sowas wie der Darth Vader deutscher Politik so ist Herr Mappus durchaus als der Imperator zu betrachten. Naja, zugegeben, ich hatte schon bessere Vergleiche auf Lager.<span id="more-629"></span><br />
Aktuell besteht hier durchaus Hoffnung, dass sowas wie Vernunft auch im Südwesten unseres Landes einen epidemischen Ausbruch erleidet. Ich will damit nicht sagen das rot oder grün unbedingt eine bessere Alternative darstellen, aber manchmal ist eben alles besser als der Status quo.<br />
Ich schreibe das hier sowieso nur deswegen, weil ich neulich in der Tagesschau in einer der vielen Demos gegen Atom, Mappus, Schwachsinn oder Ähnliches eine Demonstrantin abgelichtet sah, die ein selbstgeschriebenes Plakat in die Höhe hielt auf welchem stand &#8220;Mappus mit Wasserwerfer nach Fukushima&#8221;.<br />
Sieverstehenschon.<br />
Mappus. Wasserwerfer. Fukushima.<br />
Diese Assoziation ist geradezu genial und der wenn&#8217;s nicht so traurig wäre wäre sie auch unglaublich geistreich und witzig. Ich meine, alleine der Gedanke wie Herr M. aus der Dachluke eines Wasserwerfer quellend voll auf die geschmolzenen Brennstäbe draufhält hat etwas erhebendes.<br />
Die traurige Nachricht ist, dass besagter Spitzenpolitiker selbst bei Verlust der politischen Macht kaum diesen alternativen Beruf anstreben wird.<br />
Meines Erachtens gibt es eine weit bessere berufliche und persönliche Entfaltungsmöglichkeit für Herrn M. Da derzeit in Libyen ein bald arbeitsloser Diktator dringend nach Möglichkeiten zur Volksberuhigung sucht, könnte man unseren Spitzenpolitiker, quasi als Entwicklungshilfe, mit einigen Divisionen deutscher Wasserwerfer nach Libyen schicken.<br />
Siewissenschon.<br />
Die notwendige Berufserfahrung in punkto Volksberuhigung mit Wasserwerfern bringt er ja mit, der Herr M. Und da Herr Gaddafi dank UN Resolution 1973 zu seinem Bedauern nicht mehr das eigene Volk abschlachten darf, wird er sicherlich froh sein über die Möglichkeit, zumindest einige Augen auszuschießen oder minderjährige Schüler für den Rest ihres Lebens zu traumatisieren. Insgesamt eine erfreuliche Win-Win-Situation zu beiderseitigen Vorteil. Da wollen wir doch mal hoffen, dass das klappt demnächst, mit den Wahlen.</p>
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		<title>Wi oll ar sitting schliesslich in one boot</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 13:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Um das mal hier ganz klar zu machen:
Das hier ist der Mann der Europa vor dem atomaren GAU bewahren soll:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um das mal hier ganz klar zu machen:</p>
<p>Das hier ist der Mann der Europa vor dem atomaren GAU bewahren soll:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-RrEQ8Ovw-Q&#038;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/-RrEQ8Ovw-Q&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Heinz der Psychiater: Psychiater und Chirurg</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 11:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im neuesten Clip um Heinz dem psychiater prallen zwei Welten aufeinander: Psychiatrie und Chirurgie.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im neuesten Clip um Heinz dem psychiater prallen zwei Welten aufeinander: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sTqd5Sn4F68">Psychiatrie und Chirurgie.</a></p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sTqd5Sn4F68&#038;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/sTqd5Sn4F68&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Heinz der Psychiater: Doktoren und Diktatoren</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 18:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Witz ist nicht ganz neu, zugegeben, ich kanns aber doch nicht lassen. Ähnlichkeiten mit Ministern oder amtierenden Diktatoren liegen im Auge des Betrachters. Auf Youtube oder hier:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Witz ist nicht ganz neu, zugegeben, ich kanns aber doch nicht lassen. Ähnlichkeiten mit Ministern oder amtierenden Diktatoren liegen im Auge des Betrachters. Auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0fFDQKH6RG0">Youtube</a> oder hier:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0fFDQKH6RG0&#038;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/0fFDQKH6RG0&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Heinz der Psychiater: Der Morgen ist am schwersten</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 14:36:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das mit dem Filme machen macht Spass. Hier gleich noch einer mit Heinz dem Psychiater. Bei YouTube oder auch hier:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit dem Filme machen macht Spass. Hier gleich noch einer mit Heinz dem Psychiater. Bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aj_k4sqV5FU">YouTube</a> oder auch hier:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/aj_k4sqV5FU&#038;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/aj_k4sqV5FU&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Heinz der Psychiater</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 11:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe das erste Video von Heinz dem Psychiater fertiggestellt. Zu sehen auf YouTube oder einfach hier:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe das erste Video von Heinz dem Psychiater fertiggestellt. Zu sehen auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xayVoSXco9g">YouTube</a> oder einfach hier:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/xayVoSXco9g&#038;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/xayVoSXco9g&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Zeitarbeit</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 09:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich mir so anschaue, welche Artikel meine Besucher am meisten interessieren, so stelle ich fest das die Suche nach minderjährigen Schlampen immer noch die höchsten Zugriffszahlen liefert. Weiterhin kann ich leider nicht mit einschlägigen Bildern oder Texten dienen, finde es aber irre lustig, dass Leute bei Google und anderen Suchmaschinen diesen Begriff eingeben und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mir so anschaue, welche Artikel meine Besucher am meisten interessieren, so stelle ich fest das die Suche nach minderjährigen Schlampen immer noch die höchsten Zugriffszahlen liefert. Weiterhin kann ich leider nicht mit einschlägigen Bildern oder Texten dienen, finde es aber irre lustig, dass Leute bei Google und anderen Suchmaschinen diesen Begriff eingeben und schließlich bei mir landen. Das nur nebenbei.<span id="more-595"></span><br />
Großes Interesse scheint mein Bericht über Ulf, dem Gastarzt, zu erwecken. Anlass genug, meine neuesten Erkenntnisse über zeitarbeitende Ärzte in Schweden niederzuschreiben. Ulf ist mittlerweile nach Stockholm zurückgekehrt und in der Zwischenzeit hatte ich es mit diversen so genannten Hyrläkare zu tun. Um das Ganze nochmals erklären, hier in Schweden ist es durchaus üblich, Ärzte, insbesondere Fachärzte, auf Zeit einzustellen. Gedacht war das ganze System, um Engpässe wie zum Beispiel durch Krankheit oder in der Urlaubszeit möglichst elegant zu überbrücken. Mittlerweile ist es jedoch so, dass sich viele Kliniken ohne regelmäßigen Einsatz von Zeitarbeitsärzten überhaupt nicht personell über Wasser halten könnten. Das gilt auch insbesondere für die Klinik in der ich arbeite.<br />
Da die Zeitarbeiter durchschnittlich zwei bis dreimal mehr verdienen als ein angestellter Arzt dachte ich anfangs, meine Kollegen wollten sich auf Kosten des Systems eine goldene Nase verdienen. Nachdem ich allerdings einige Kollegen etwas näher kennen gelernt habe und mit ihnen durchaus auch einige offene Gespräche geführt habe, stelle ich fest, das Geldgier in den seltensten seltensten Fällen Motiv ist, sich als Zeitarbeiter zu verdingen. Den was bei den wahnwitzigen Bruttogehältern noch wie eine reine Goldgrube aussieht, relativiert sich, wenn man sich das System und insbesondere das schwedische Steuersystem ansieht. Denn selbstverständlich müssen die Zeitarbeiter diverse Sozialleistungen abführen, welche sie von ihrem Einkommen selbst bezahlen. Zahlungen in die Rentenkasse beispielsweise und auch diverse Versicherungen. Hinzu kommt, dass sie bei Urlauben selbst verständlich nicht bezahlt werden im Gegensatz zu einem Angestellten, der natürlich sein Gehalt weiter erhält, auch wenn er sich im Urlaub befindet. Außerdem besteht natürlich ein gewisses Krankheitsrisiko, denn bei Nichterscheinen am Arbeitsplatz gibt es für die Zeitarbeiter einfach kein Geld. Das kann in Krankheitsfalle finanziell übel werden. Und als Sahnehäubchen sei vermerkt, dass dank des schwedischen Steuersystems natürlich unglaublich viel Steuer anfällt, wenn man einen unglaublich hohen Bruttolohn hat. Der Unterschied zwischen einem Gutverdiener und einem Spitzenverdiener mag in brutto in Schweden ähnlich hoch sein wie zum Beispiel in Deutschland, das Nettoeiinkommen unterscheidet sich jedoch deutlich weniger.<br />
Es bleibt also die Frage, warum sich gut ausgebildete Ärzte das ganze antun. Zumal man meist ständig irgendwo anders eingesetzt wird, weite Reisewege hat, oft im Hotel wohnt und die Familie häufig nur am Wochenende sieht. Dazu ständig neue Kollegen, Vorgesetzte, Patienten, die einen nicht erkennen und zu denen man keine Beziehung hat.<br />
Für mich eher überraschend  haben sich zwei Motive herauskristallisiert, weswegen viele schwedische Ärzte die Festanstellung scheuen und stattdessen als Söldner im Land herumreisen.<br />
Zum einen sind leider viele psychiatrische Kliniken hier im Lande so katastrophal schlecht geführt, dass es schlicht und ergreifend keinen Spaß macht und äußerst anstrengend ist, in ihnen zu arbeiten. Deshalb ist es viel einfacher, sich auf Zeitbasis anstellen zu lassen, alles zu ertragen, was in der aktuellen Klinik schief läuft, und sich auf das Ende des Kurzzeitkontraktes zu freuen.<br />
Zum anderen ist es für einen Arzt in Zeitarbeit der einfachste Weg, Verantwortung zu vermeiden. Als Angestellter Arzt in der Psychiatrie habe ich oft über viele Jahre eine Beziehung zu meinen Patienten. Aus dieser Beziehung entsteht Verantwortung. Ich bin also persönlich berührt, wenn es einem meiner Patienten schlecht geht. Und ich fühle mich verantwortlich, wenn irgendetwas schief läuft. Als Zeitarbeiter dagegen leistet man nur punktuellen Einsatz. Man macht eine Intervention, setzt beispielsweise ein Medikament ein, muss sich aber nicht um die Konsequenzen kümmern. Muss sich also nicht damit auseinandersetzen, was passiert, wenn nach 2-3 Wochen das Medikament immer noch nicht anschlägt. Oder der Patient Fragen hat. Oder der Patient ganz allgemein unzufrieden mit seiner Medizin ist. Oder oder oder. Ärztliche Tätigkeit also beinahe ohne jede persönliche Verantwortung. Der nächste in der langen Reihe der Zeitarbeiter wird&#8217;s schon richten. Nur dass dieser ganz genauso denkt wie sein Vorgänger.<br />
Der Leidtragende ist natürlich der Patient. Mit psychischen Beschwerden jedes Mal einen anderen Arzt zu treffen, jedes Mal von vorne zu beginnen, nie zu wissen wie die Behandlungsstrategie diesmal aussehen wird ist ein eigentlich unmöglicher Zustand.<br />
Die Region, in welcher ich arbeite, hat nun ein Arbeitsprogramm verabschiedet, wie man innerhalb der nächsten zwei Jahre erreichen kann, dass sie auf die Dienste von zeitarbeitenden Ärzten verzichten können. Mal sehen, was das mal wieder wird.</p>
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		<title>Frau Freitag oder ist Migrationshintergrund doch nicht heilbar ?</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 15:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr unregelmässig lese ich verschiedene Blogs. Eines davon ist der von Frau Freitag, welche als Lehrerin sehr intensiven Kontakt mit jungen Mitmenschen mit Migrationshintergrund hat. Ich lese ihren Blog auch nicht wegen des Migranten-Themas sondern weil Frau Freitag ziemlich gut schreiben und beschreiben kann. Vor allem weil sie sehr authentisch berichtet und obwohl ihre Geschichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr unregelmässig lese ich verschiedene Blogs. Eines davon ist der von Frau Freitag, welche als Lehrerin sehr intensiven Kontakt mit jungen Mitmenschen mit Migrationshintergrund hat. Ich lese ihren Blog auch nicht wegen des Migranten-Themas sondern weil Frau Freitag ziemlich gut schreiben und beschreiben kann.<span id="more-589"></span> Vor allem weil sie sehr authentisch berichtet und obwohl ihre Geschichten natuerlich stets subjektiv gefärbt und kommentiert sind, handelt es sich um eine der wirklich seltenen Beschreibungen der Realität im Umgang mit jungen Migranten in Deutschland. Objektiv in seiner Subjektivität also.<br />
Und das liegt einfach daran, dass Frau Freitag zu den wenigen Menschen gehört, die sich zu dem Thema äussern und die wirklich was davon verstehen. Weil der Umgang, das Zusammensein mit Migranten zu ihrem täglich Brot gehört. So simpel ist das.  Was wir Deutschen mit unserer gelegentlich etwas bigotten buergerlichen Sicht nämlich aus den Augen verlieren ist, dass der allergrösste Teil unserer selbsternannten Experten, die ganz genau wissen, wo die Probleme unserer schönen Nation mit Migranten liegen, nicht die geringste Ahnung von der Realität haben. Aber wirklich nicht die geringste. Wie soll denn auch der durchschnittliche deutsche Spitzenpolitiker als Abkömmling gehobener Mittelschicht auch nur ein annähernd wirklichkeistreues Bild davon haben, wie das Leben inmitten von Menschen mit Migrationshintergrund aussieht. Angefangen bei unserem verehrten Bundespräsidenten ueber diverse Ministerinnen bis zu von der Bundesbank freigestellten Buchautoren meldet sich wirklich jeder zu Wort der mal einen Bericht bei RTL 2 ueber das &#8220;Migrantenproblem&#8221; gesehen hat. Und sich natuerlich fuer einen Experten dazu hält, denn sobald man in unserem Land eine Meinung hat, ist man als Spitzenpolitiker selbstredend Experte zum Thema. Was natuerlich zu Absurditäten fuehrt wie zum Beispiel dass eine zugegebenermassen junge Bundesministerin aus ihrem reichhaltigem Erfahrungsschatz aus dem wahren Leben konstantiert, dass die Deutschenfeindlichkeit unter Migranten zunimmt und dies mit Untersuchungen untermauert, die nicht mal 60 Sekunden einer kritischen Ueberpruefung standhalten. Aber immerhin spricht sie ja aus, was irgendwie alle fuehlen, besonders wie gesagt diejenigen, die in ihrem Leben keinen einzigen echten Migranten richtig kennengelernt haben: Das das alles irgendwie unheimlich ist und das irgendwer an allem Schuld sein muss.<br />
Frau Freitag jedenfalls tut etwas ganz unkonventionelles: Sie hat wirklich Kontakt mit denen, ueber die alle reden. Und sie beschreibt sehr warmherzig Alltagssituationen aus der Sicht einer engagierten, wenn auch durch die Realität etwas angegriffenen Lehrerin.<br />
Die hier gennanten Tatsachen allein reichen schon aus, Frau Freitags Blog dem geneigten Leser zu empfehlen. Viel interessanter wird die Lektuere allerdings, <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/2010/10/20/wenn-fakten-uberfordern/">wenn man die Geschichte liest,</a> in der die Lehrerin ihren Schuelern erklärt, dass Mark Zuckerberg, Schöpfer von Facebook, einem juedischen Elternhaus entstammt. Und dann beschreibt, wie einige Schueler aus dem arabischen Kulturkreis reagieren, dass der Mann so was tolles wie Facebook machen kann.<br />
Frau Freitag beschreibt also auf humorige Weise die Realität in unserem Land, dass nämlich auch Migranten durchaus nicht ausschliesslich deutschenfeindlich sind ( was die allermeisten ueberhaupt nicht sind). Sondern dass Migranten sehr migrantenfeindlich/ausländerfeindlich sein können. Wenn man zum Beispiel die Einstellung mancher Palästinenser zu juedischen Mitmenschen betrachtet. All dies ist wie gesagt Realität und alltäglich, nichts was Frau Freitag als zu anstössig empfand als dass sie es nicht dokumentiert hätte.<br />
Die Reaktionen auf diese Geschichte sind allerdings eher starker Tobak wie aus diversen anderen Beiträgen der Blogautorin hervorgeht.  Wie konnte sie nur ? ist ein Aufschrei zu vernehmen. Und ist es nicht schon antisemitisch, auf die Herkunft eines Menschen hinzuweisen ? Und hätte sie den arabischen Schueler nicht sofort in eine wir-sind-hier-Demokraten-und alle-Menschen-sind-gleich-wert-Diskussion hineinziehen muessen ? Und ueberhaupt, was hat so was im Unterricht zu suchen ? Verstehen diese Einwandererkinder ueberhaupt die Botschaft ? Verstehen die ueberhaupt irgendwas ?<br />
Frau Freitag versucht, Antworten zu geben, auch wenn sie sich der Tatsache bewusst ist, dass diese Diskussion absurd ist. Wird sie doch zu weiten Teilen von Menschen gefuehrt, die mal an der S-Bahn einen Migranten von hinten gesehen haben oder das Buch von Herrn S. gelesen haben und natuerlich deswegen erfahrene alte Hasen in unserer Einwanderungsdebatte sind.<br />
Da haben eine kleine Lehrerin wie Frau Freitag, die täglich an der Front kämpft oder ein Psychiater, der als Kind nach Deutschland migriert ist und das alles miterlebt hat, wenig zu sagen.<br />
Ich jedenfalls finde diesen Blog noch sympathischer als vorher. <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/">Zu lesen hier.</a></p>
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		</item>
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		<title>Deutschland schlafft ab</title>
		<link>http://www.xoox.de/index.php/archives/585</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 17:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir Migranten habens ja nicht grad leicht heutzutage, wobei mein Vorteil als Doppelmigrant ist, dass ich mit Familie im Zuge der Zweitmigration nach Schweden das Land meiner Erstmigration ( als fuenfjähriges Gastarbeiterkind nach Deutschland nämlich) verlassen habe, bevor es mir gelungen ist, die Gesamtbevölkerung durch meine Anwesenheit zu verdummen. Was wohl einem gewissen Herrn S. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Migranten habens ja nicht grad leicht heutzutage, wobei mein Vorteil als Doppelmigrant ist, dass ich mit Familie im Zuge der Zweitmigration nach Schweden das Land meiner Erstmigration ( als fuenfjähriges Gastarbeiterkind nach Deutschland nämlich) verlassen habe, bevor es mir gelungen ist, die Gesamtbevölkerung durch meine Anwesenheit zu verdummen.<span id="more-585"></span> Was wohl einem gewissen Herrn S. gut gefallen sollte, der ja seine exzeptionelle Intelligenz täglich mit eher unterdurchschnittlichem Erfolg jedem der es nicht sehen und hören und lesen will zur Verfuegung stellt.<br />
Wie auch immer, wir Migranten jedenfalls haben ebenfalls einen herausragenden Vertreter in unseren Reihen, der heutzutage mit gewagten und mindestens ebenso fundierten Thesen durch die Medienlandschaft geschleift werden will wie Herr S..<br />
Die Rede ist natuerlich von meinem <span style="text-decoration: line-through;">alten Patienten</span> guten Bekannten Herkan Ö., der ausgewiesener Experte fuer Migrationshintergrund und Einwandererkriminalität ist und der misslungene Integration aus quasi erster Hand kennt. Herkan hat nun beinahe sein bahnbrechendes Buch „Deutschland schlafft ab“ veröffentlicht, in welchem er geradezu revolutionäre und wissenschaftlich nur grob untermauerte Thesen und Statistiken vorstellt. Kurz bevor Herkan sich auf den Weg machte, bei Illner und Maischberger und Beppo dem Clown taklshowmässig unser Land wachzuruetteln, ist es mir gelungen, ein <span style="text-decoration: line-through;">Behandlungsgespräch</span> Interwiev zu fuehren.</p>
<p>***</p>
<p>Ich:“Herr Herkan&#8230;“<br />
H.:“ Hastu stotta oda was ? Her…Her&#8230;Herkan. Hehehe (lacht fies)”<br />
Ich:“ Ich meinte das als Ansprache. Herr, verstehst du ?“<br />
H.:“ Anmache ? Willstu Sau misch anmachen, oda ?“<br />
Ich:“ Ok vergiss das. Herkan, als Experte fuer Migrationshintergrund stellst du die These auf, dass Deutschland ganz allgemein abschlafft. Kannst du das mit Zahlen belegen ?“<br />
H:“ Kannisch klar Alder&#8230;Kukstu bei misch in Fittnesschtudio, is keina mehr da..alles Schlaffis. Habisch Schata&#8230;Schata&#8230; Schatatistik gemacht, die wo nisch in Schtudio sin is grösste Teil deutsch, also schlafft ganse Land voll ab oda?“<br />
Ich:“ Aber du kannst doch nicht einfach behaupten, nur weil keiner zu dir ins Fittnesstudio kommt, kein Deutscher zumindest, jedenfalls nicht nachdem du ihnen ständig auf die Fresse gegeben hast&#8230;also dass deswegen das ganze Land&#8230;“<br />
H:“ (laut) Iss ganse Land ! Kannisch mit Schata&#8230;Scha&#8230;Zahlen halt beweisen ! Kukstu bei de Typ mit Buch da (meint Herrn S, Anm d. Red.), sagt , die sind ja voll kriminell mit Migration und so, weil, sind halt paar kriminell wie isch (grinst), darum sind alle so (grinst noch mehr). Alle wie isch, Mann. Habisch gleich zu Aische gesagt, was meine Schawester is, brauchsu nisch mehr in scheiss Gymnasium und Hausaufgaben und so, weil schatistisch , is klar, bistu voll blöd.“<br />
Ich:“ Irgendwie fuehrt das jetzt zu nix. In einem anderen Kapitel willst du den Beweis fuehren, dass in 150 Jahren alle Deutschen an Hirnkrebs gestorben sind. Als Grundlage nimmst du eine Statistik, dass Hirnkrebs um 1 Prozent gestiegen ist. Dann rechnest du hoch, wann alle an Hirnkrebs erkranken.“<br />
H: “Traurisch.“<br />
Ich:“ Aber das ist doch unseriös. Man kann nicht einfach eine Statistik ewig verlängern, bis 100 % aller Menschen betroffen sind. Das&#8230;mir fehlen die Worte.“<br />
H:“ Bistu ja auch Sychater, mustu nur zuhörn. Hehehe.“<br />
Ich:“ Du schreibst auch, die Deutschen könnten kein Fussball spielen.“<br />
H:“Klar, habisch Schatascheissdings gemacht auch. Kuckstu heute Nassionalmannschaft, Tuerken und Araber. Rechnest du weiter, hassu in 50 Jahren nur noch Tuerken und Araber. Oleeeoleeeoleeeoleeeee!“<br />
Ich:“ Pack bitte die Vuvuzela wieder weg. Ich glaube, du hast gar keine Ausbildung, um vernuenftige statistische Berechnungen zu machen.“<br />
H:“ Brauchisch nich Scheissausbildung. Braucht keiner mehr. Kommisch in Maischberger (grinst) auch ohne Ausbildung. Will isch auch Bundesbank. Hast gut Zeit mit Buch schreiben bei Bundesbank.“<br />
Ich:“ Ich glaube die Leute werden dir deine etwas kranken Theorien nicht abnehmen, Herkan.“<br />
H.:“ Warum ?“<br />
Ich:“ Weil keiner in Deutschland so saublöd ist, dein dummes Geschwätz ernst zu nehmen. Und deine &#8230; pseudowissenschaftlichen Zahlen. Das ganze Land wird dich auslachen und ohne viel Diskussion zum Teufel jagen wegen völligem Realitätsverlust.“<br />
H:“ So wie jetzt grad ? Kuckstu Zeitung und Talkshow oda?“<br />
Ich:“ Wie, wen meinst du&#8230;.Oh. Na jedenfalls, Danke fuers Interview.“<br />
H.“ Du misch auch.“</p>
<p>***</p>
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		<title>Chefarztbehandlung</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 14:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal wieder wird in Deutschland uebers Sparen im Gesundheitswesen diskutiert. Ist ja mal wirklich nichts neues. Natuerlich gibt es viele Wege, wie vernuenftig gespart werden kann, aktuell ist wohl mal wieder das Streichen der Chefarztbehandlung aus gewissen Kassenleistungen dran. (link)
Gedankenblitz: Witzigerweise traut sich immer noch keiner, wirklich kein Mensch unserer sogenannten Gesundheitsexperten, die Frage aufzuwerfen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder wird in Deutschland uebers Sparen im Gesundheitswesen diskutiert. Ist ja mal wirklich nichts neues. Natuerlich gibt es viele Wege, wie vernuenftig gespart werden kann, aktuell ist wohl mal wieder das Streichen der Chefarztbehandlung aus gewissen Kassenleistungen dran. <a href="http://www.stern.de/news2/aktuell/gesundheitsreform-chefarzt-behandlungen-nur-noch-fuer-privatversicherte-1594883.html">(link)</a><span id="more-581"></span><br />
Gedankenblitz: Witzigerweise traut sich immer noch keiner, wirklich kein Mensch unserer sogenannten Gesundheitsexperten, die Frage aufzuwerfen, wie sinnvoll es ist, einige hundert miteinander konkurrierende Gesundheitskassen zu unterhalten, die natuerlich immenses Geld in Verwaltung und Werbung stecken muessen, um eben konkurrenzfähig zu bleiben. Und dabei ja exakt das gleiche bieten, nämlich die Bezahlung medizinischer Leistung. Völlig verblödet aus meiner Sicht, allein hier liessen sich wohl Milliarden einsparen. Aber verschiedene Krankenkassen muessen doch sein, sagt der unbedarfte Mitmensch zu mir. Wieso ? frage ich. Haben wir auch verschiedene miteinander konkurrierende Feuerwehren, die man frei wählen kann, und die im Brandfall den Versicherten löschen ? Oder verschiedene Polizeien, die im Notfall den Versicherten verhaften, aber nur, wenn der Verhaftete auch bei der richtigen Polizei versichert ist ? Ist was anderes, antwortet die kritische Stimme. Ach so, sage ich. Aber ich bin auch nur ein dummer Frontarzt, der in einem Land mit einer einzigen Kasse sitzt, die verhältnismässig gut funktioniert, zumindest was absolut sinnlose Geldverbrennung betrifft. Will daher auch nichts gesagt haben. Gedankenblitz ende.<br />
Mein eigentliches Thema ist ja die Chefarztbehandlung. Ich höre schon den Aufschrei in der deutschen Bevölkerung bis zu uns nach Schweden, wenn die eh schon Bessergestellten nun auch noch fuer die Chefbehandlung extra löhnen sollen. Weil die Kassenpatienten, die können im Normalfall eh nur davon träumen, dass der Chef ihre Existenz auch nur zur Kenntnis nimmt. Aber die Bessergestellten, die sollten doch&#8230;<br />
&#8230;oder etwa nicht ?<br />
Jetzt verrate ich ihnen hier ein Geheimnis, das unter uns Ärzten und unseren Familien seit Generationen streng verwahrt wird: Kein Mensch möchte vom Chefarzt behandelt werden.<br />
Und das schreibt hier ein Chefarzt, oder zumindest hätte ich die Position in DE inne, hier ist das System etwas anders gestaltet und der Titel etwas anders.<br />
Und warum das so ist, ist ganz einfach erklärt und völlig einleuchtend. Man neigt einfach als Patient automatisch dazu, anzunehmen, der Chefarzt muss wohl der beste Arzt der Klinik sein. Und damit meine ich, der beste klinische Mediziner. Der also am Besten kranke Menschen behandeln kann. Und das ist nicht immer so.<br />
Wenn wir uns unser Gesundheitswesen anschauen, sehen wir nämlich, dass der Chefarzt ganz andere wichtige Eigenschaften braucht, die nicht notwendigerweise mit Patientenbehandlung zu tun haben. Ein Chefarzt muss eine Abteilung mit viel Personal, Geräten, Immobilien leiten. Muss ein guter Ökonom sein, sonst geht die Klinik finanziell den Bach runter. Muss geschickt sein im Anstellen neuer Mitarbeiter. Muss eine Fuehrungsperson sein, die seinem Team Kraft und Visionen gibt. Muss ein guter Diplomat sein, was die Öffentlichkeitsarbeit betrifft. Muss politisch verankert sein, da viele Chefsposten politisch vergeben werden. Und an der Universität muss der Chef ein fleissiger Forscher sein, der viel wissenschaftliches Material publiziert. Das alles muss der Chef sein. Und oft ist der Chef auch ein sehr guter Arzt. Aber er ist nicht notwendigerweise der Beste in seiner Abteilung. Wie denn auch, siehe die Aufgaben weiter oben. Wo bleibt denn da noch die Zeit, wirklich und ernsthaft am Ball zu bleiben, was die Behandlung kranker Menschen bertifft? Und Medizin besteht nun mal zu einem grossen Teil aus ueben, ueben, ueben. Ständig und ohne grössere Ablenkung.<br />
Glauben sie wirklich, ein durchschnittlicher Chefarzt kommt viel zum ueben ?<br />
Neben allen seinen anderen Aufgaben ?<br />
Vielleicht, denn ich kenne natuerlich nicht mal einen Bruchteil der deutschen Kliniken. Aber die Kliniken, die ich kenne, haben keine Chefs, die ständig und fokussiert an der Patientenversorgung teilnehmen. Dafuer hat man ja seine Oberärzte.<br />
Was dann auch gleich die naheliegende Frage beantwortet: Wer soll einen denn dann behandeln? Ich fuer meinen Teil habe die Antwort, und die meisten Kollegen, die ich kenne sehen das fuer sich und ihre Familie ähnlich: Ich lasse mich am liebsten vom Oberarzt behandeln. Weil die nicht nur viel Erfahrung haben sondern eben auch Uebung. Ständig kranke Menschen heilen, Entscheidungen treffen, sich weiterbilden, Kontakt mit Assistenten und Pflegepersonal halten und deshalb immer ueber die Patienten bescheid wissen.<br />
Also, liebe Besserstehenden, halten sie ihre Empörung in Grenzen. Wählen sie einfach den Oberarzttarif.</p>
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		<title>Parteiserver fuer WikiLeaks</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 09:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Als kleines Nachspiel zu meinem Bericht ueber Julian Assange von WikiLeaks seien folgende aktuelle Entwicklungen erwähnt:
Am 14.8. erschien ein Artikel im seriösen „Svenska Dagbladet“, wonach WikiLeaks in Schweden ein sogenanntes „Utgivningsbevis“ ersucht hat. Dieses Dokument ist quasi eine Bestätigung, dass eine Webseite, die in irgendeiner Form journalistisch mit Schweden zu tun hat, unter dem Schutz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als kleines Nachspiel zu meinem Bericht ueber Julian Assange von WikiLeaks seien folgende aktuelle Entwicklungen erwähnt:<span id="more-577"></span><br />
Am 14.8. erschien ein Artikel im seriösen „Svenska Dagbladet“, wonach WikiLeaks in Schweden ein sogenanntes „Utgivningsbevis“ ersucht hat. Dieses Dokument ist quasi eine Bestätigung, dass eine Webseite, die in irgendeiner Form journalistisch mit Schweden zu tun hat, unter dem Schutz schwedischen Gesetzes steht, inklusive den bereits erwähnten Schutz von Quellen und journalistischer Veröffentlichung, inklusive Schutz vor Zensur. <a href="http://www.svd.se/nyheter/inrikes/wikileaks-ansoker-om-svenskt-utgivarbevis_5135193.svd">(link)</a></p>
<p>Am 16. 8. wird bereits heftig diskutiert, ob WikiLeaks die geforderten Vorraussetzungen erfuellt, immerhin stehen ja nur die Server in Stockholm herum, Assange selbst ist ja Australier und reist ständig in der Gegend herum, ein besonderes Verhältnis zu Schweden kann ihm weiss Gott nicht attestiert werden, ausser das er versucht, die extrem liberalen Gesetze des Landes fuer sich und sein Projekt zu nutzen. Ausserdem wird laut Artikel heftig diskutiert,  inwieweit das besondere Interesse der USA an Strafverfolgung möglicherweise die nationale Sicherheit beruehrt, den in diesem Fall gelten andere Spielregeln beim Quellenschutz. <a href="http://www.svd.se/naringsliv/nyheter/utgivningsbevis-skyddar-inte-wikileaks_5140533.svd">(link)</a></p>
<p>Am 18.8. wiederum publiziert das Dagbladet, dass Assange wieder eine kreative Lösung gefunden hat. Am vergangenen Wochenende traf er sich nämlich mit dem Vorsitzenden der schwedischen Piratenpartei Rick Falkvinge und unterzeichnete einen Vertrag mit der Piratenpartei, wonach kuenftig ein Teil des Datenverkehrs von WikiLeaks ueber Server der Partei geleitet werde. Im Moment hat WikiLeaks nämlich nur einen ganz gewöhnlichen Kontrakt mit einem stockholmer Dienstleister. Rick Falkvinge bringt den Deal auf den Punkt (Zitat, uebersetzt vom Autor):<br />
„Wie wir frueher sahen, kann der Preis fuer einen Angriff auf einen Webspaceanbieter relativ niedrig sein aber der Preis, eine politische Partei anzugreifen, ist himmelweit höher.“ <a href="http://www.svd.se/naringsliv/nyheter/piratpartiet-samarbetar-med-wikileaks_5150483.svd">(link)</a></p>
<p>Assange fordert in der ihm eigenen Arroganz im selben Artikel den schwedischen Reichstag auf, den Schutz der Pressefreiheit in Schweden zu stärken.</p>
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		<title>Checker die Zweite</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 11:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich schon einfache Mitbürger kritisiere, die sich vor ihrem Haus und unter Angabe des vollen Namens fotografieren lassen, um ihren Protest gegen die Veröffentlichung von Bildern ihres Hauses (sic!) durch Google Street View auszudrücken, kann ich ja kaum vor prominenteren Mitmenschen Halt machen.
Bei FAZ.net meldet sich der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt zu Wort, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich schon einfache Mitbürger kritisiere, die sich vor ihrem Haus und unter Angabe des vollen Namens fotografieren lassen, um ihren Protest gegen die Veröffentlichung von Bildern ihres Hauses (sic!) durch Google Street View auszudrücken, kann ich ja kaum vor prominenteren Mitmenschen Halt machen.<span id="more-572"></span><br />
<a href="http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E55128C143D0F41C7908CEAECD73B14B6~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Bei FAZ.net</a> meldet sich der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt zu Wort, der laut Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gegenüber seine allerschwersten Bedenken gegen Googles Projekt mitteilt. Und zudem findet, dass Street Viev keinen polizeilich verwertbaren Nutzen bringe da Zitat<br />
 &#8220;Es ist rechtlich unklar, ob eine virtuelle Streifenfahrt möglich ist.&#8221;<br />
Ja klar.<br />
Es ist natürlich nicht nur rechtlich sondern realitätstechnisch ziemlich unklar, ob mit den <strong>Standbildern</strong> die Google Street Viev aufnimmt, eine virtuelle Streifenfahrt möglich ist. Wobei natürlich die Frage interessant ist, wie lange Herr Wendt und Kollegen virtuell um die Häuserblöcke fahren wollen, bis sie sich darüber wundern, dass sich ja gaaaar nichts tut auf dieser virtuellen Streife. Jedesmal der selbe Scheiss wenn man da vorüberfährt.<br />
Die haben ja überhaupt keinen Bock mehr, sich zu bewegen, die Bürger von heute. </p>
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		<title>Diagramme sind klasse</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 18:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab mal irgendwo eine amerikanische Website gefunden, wo man aus idiotischen Spruechen ( ich glaube es waren Star-Wars-Filme) Grafiken gemacht hat. Die Idee ist so verblödet, dass sie mir natuerlich total gut gefällt. Ich habe hier einige schöne Grafiken, wissenschaftlich aufgehuebscht, zu völlig an den Haaren herbeigeholten Zitaten:
„Der Krug geht so lange zum Brunnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab mal irgendwo eine amerikanische Website gefunden, wo man aus idiotischen Spruechen ( ich glaube es waren Star-Wars-Filme) Grafiken gemacht hat. Die Idee ist so verblödet, dass sie mir natuerlich total gut gefällt. Ich habe hier einige schöne Grafiken, wissenschaftlich aufgehuebscht, zu völlig an den Haaren herbeigeholten Zitaten:<span id="more-554"></span></p>
<p>„Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht“</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-561" title="krug" src="http://www.xoox.de/wp-content/uploads/krug.jpg" alt="krug" width="640" height="394" /></p>
<p>oder</p>
<p>„Ein Schnaps am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“</p>
<p><img src="http://www.xoox.de/wp-content/uploads/kummer.jpg" alt="kummer" title="kummer" width="640" height="404" class="aligncenter size-full wp-image-563" /></p>
<p>Man sieht hier sehr schön den Umschlagpunkt, wenn sich Kummer und Sorgen ins Negative kehren bei ungefähr 50 ml Schnaps, wobei bei Anstieg der Schnapsmenge offenbar auch Kummer und Sorgen weiterhin abnehmen.</p>
<p>„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“:</p>
<p><img src="http://www.xoox.de/wp-content/uploads/apfel.jpg" alt="apfel" title="apfel" width="640" height="407" class="aligncenter size-full wp-image-566" /></p>
<p>Bei einer Standardnormalverteilung gefallener Äpfel ist von einem gefallen sein nicht weit vom Stamm (mittig) bei den meisten der Äpfel auszugehen.</p>
<p>Sollten sie mehr Schwachsinn wie dieses haben, bitte ich sie, es mir zuzusenden.<br />
Suche ausserdem noch Inspiration fuer ein schönes Schaubild zu „Die duemmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln“.</p>
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		<title>Aftonbladet hilft</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 16:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Typ namens Julian Assange schreibt jetzt fuer die schwedische Zeitung ”Aftonbladet”. Wer diesen Satz so interessant findet wie den beruehmten Sack Reis, der in China umfällt, ist nicht genau ueber USAs Staatsfeind Nummer 1 im Bilde. Aber das lässt sich ja ändern:
Julian Assange, geborener Australier, ist politischer Aktivist und Journalist, vor allem aber hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Typ namens Julian Assange schreibt jetzt fuer die schwedische Zeitung ”Aftonbladet”. Wer diesen Satz so interessant findet wie den beruehmten Sack Reis, der in China umfällt, ist nicht genau ueber USAs Staatsfeind Nummer 1 im Bilde. Aber das lässt sich ja ändern:<span id="more-547"></span><br />
Julian Assange, geborener Australier, ist politischer Aktivist und Journalist, vor allem aber hat er einer der bekannten (neben einigen unbekannten) Gruender der Internet-Plattform WikiLeaks. WikiLeaks wiederum sorgt fuer einige politische Furore, da sich die Plattform zum Ziel gemacht hat, Dokumente und Informationen zu veröffentlichen, die von öffentlichem Interessen sein könnten. Die meisten dieser Dokumente sind geheim und werden ueber unbekannte Quellen WikiLeaks zugespielt. (Daher auch der Begriff „Leaks“, ein Begriff, der eine undichte Stelle beschreibt). Extrem viele dieser Dokumente beruehren militärische Informationen und Sicherheitsinteressen der USA.<br />
Weltberuehmt wurden WikiLeaks tatsächlich durch die Veröffentlichung von Massen an Geheimmaterial, welches Schwächen in der politischen und militärischen Fuehrung diverser Länder oder einfach auch nur illegale und kriminelle Machenschaften aufdeckte.<br />
Dazu gehört beispielsweise das Video, welches einen Angriff eines Apache-Kampfhubschraubers auf unbewaffnete Zivilisten in Bagdad im Jahr 2007 dokumentiert, inklusive der eingeblendeten authentischen Stimmen der Besatzung, die offensichtlich genau wussten, was sie taten und dabei auch einen Haufen Spass hatten. Das Video ging auch in Deutschland und Schweden durch alle Medien und ist an diversen Stellen im Internet zu finden. Aktuell veröffentlichte WikiLeaks ueber 76.000 Dokumente aus und ueber den Krieg in Afghanistan mit verheerenden Folgen fuer Politik und Militär. Auf deutscher Seite berichtete der SPIEGEL ausfuehrlich ueber die Afghanistan-Papiere.<br />
Keine Frage, dass sehr viele einflussreiche Menschen WikiLeaks nicht mögen und so schnell wie möglich abschaffen wollen. In den USA steht daher Julian Assange zur Fahndung aus, amerikanische Politiker sprechen berits ueber die Möglichkeit der Todesstrafe fuer den Australier und der gesund Menschenverstand sagt, dass Guantanamo ein Spaziergang wäre gegen das, was Assange in den USA erwarten wuerde, sollte er dort verhaftet werden.<br />
Und genau hier kommt nun Schweden ins Spiel. Dazu muss man wissen, das wir in Schweden den wohl konsequentesten Quellenschutz fuer Journalisten auf der Welt haben. Keine Institution hier ist befugt, Journalisten bezueglich ihrer Quellen zu befragen, auch Journalisten selbst duerfen ihre Quellen nicht preisgeben. Und da die WikiLeaks-Server in Schweden stehen, beruft sich WikiLeaks auf diesen Quellenschutz und damit in letzter Konsequenz auf den Schutz durch den schwedischen Staat.<br />
Prinzipiell keine schlechte Idee, den auch wenn die USA und andere Staaten (darunter auch nicht zu knapp Stimmen aus Deutschland) nach Einstampfung von WikiLeaks und Auslieferung von Assange schreien, so ist Schweden doch ein souveränes Land und kann nicht unter Druck gesetzt werden, seine eigenen Gesetze zu missachten.<br />
Nun haben die WikiLeaks-Gegner aber darauf hingewiesen, dass der Quellenschutz gar nicht anwendbar sei in diesem speziellen Fall. Denn dieser gilt ja fuer Journalisten in ihrer Tätigkeit und nicht fuer irgendwelche Server, die in einem Keller in Stockholm stehen. Assange dagegen war in Schweden bisher nicht journalistisch tätig. Ernstzunehmende Juristen diskutierten in schwedischen Zeitungen bereits, dass daher kein Quellenschutz fuer Assange und WikiLeaks bestehe.<br />
Und nun schliesst sich der Kreis.<br />
Aftonbladet, ein Blatt, welches in seinem Mangel an Qualität am besten mit der deutschen BILD zu vergleichen wäre, stellt nun <a href="http://www.aftonbladet.se/nyheter/article7616188.ab">Julian Assange als Kolumnisten an</a> . Und selbstverständlich gedenkt Assange, ueber WikiLeaks zu schreiben. Was dann ja wohl seine Quelle wäre. Was dann ja wohl unter Quellenschutz stände.</p>
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		<title>Voll die Checker&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 06:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Grade eben habe ich was über Twitter gefunden und mich beinahe nass gemacht vor Lachen:
Ein Artikel (einer von gefühlten 100000 Artikeln) über den Widerstand gegen Google Steet Viev. Nun habe ich ja gar nichts gegen ein bisschen gepflegten Widerstand gegen irgendwas. Die Oberchecker jedoch, die in dem Artikel auf rp-online.de (link) gegen Google Street Viev [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grade eben habe ich was über Twitter gefunden und mich beinahe nass gemacht vor Lachen:<span id="more-545"></span><br />
Ein Artikel (einer von gefühlten 100000 Artikeln) über den Widerstand gegen Google Steet Viev. Nun habe ich ja gar nichts gegen ein bisschen gepflegten Widerstand gegen irgendwas. Die Oberchecker jedoch, die in dem Artikel auf rp-online.de (<a href="http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Buergerprotest-gegen-Google_aid_892897.html">link</a>) gegen Google Street Viev und für ihre Anonymität im Netz protestieren tun dies freundlicherweise vor der Kamera und auf der Strasse vor ihrem gut sichtbaren Haus. Was natürlich voll der Hit ist, wenn man sein Haus nicht im Internet haben will. Mittlerweile geht das Bild häufiger durchs Netz als es wohl mit Google je möglich gewesen wäre. </p>
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		<title>Wie ich zu meinem eigenen Professor kam</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 17:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einer Woche habe ich einen eigenen Professor. Und das kam so.
Ich habe vor etwa sechs Monaten die Leitung des Bereiches Suchtmedizin am hiesigen Klinikum uebernommen. Das klingt jetzt nach total viel Ehre, wird sich der geneigte Leser sagen, ist es ja auch, antworte ich. Das Unangenehme ist ja auch nur, dass ich bei all [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einer Woche habe ich einen eigenen Professor. Und das kam so.<span id="more-540"></span><br />
Ich habe vor etwa sechs Monaten die Leitung des Bereiches Suchtmedizin am hiesigen Klinikum uebernommen. Das klingt jetzt nach total viel Ehre, wird sich der geneigte Leser sagen, ist es ja auch, antworte ich. Das Unangenehme ist ja auch nur, dass ich bei all der Ehre und dem Gehalt und allem leider auch der einzige Arzt im Bereich Sucht in dieser Stadt bin. Zumindest was den psychiatrischen Anteil der Suchtbehandlung betrifft, und das ist eine ganze Menge.<br />
Also war es bisher meine Hauptaufgabe, irgendwie alle Patienten mit mittel- bis schwergradigen Abhängigkeitsproblemen zu hantieren (von therapieren will ich nicht unbedingt sprechen). Inklusive natuerlich der Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger. Da dies ziemlich viel ist fuer einen allein war es meine bisherige Nebenaufgabe, ständig rumzujammern, wie ueberarbeitet und ueberbelastet ich war. Heul, plärr, schrei.<br />
Die hauptsächliche Schwierigkeit dabei ist eine andere als wir es immer in Tyskland hatten. Dort herrschte gefuehlter Ärztemangel weil schlicht und ergreifend kein Geld da war und die 400 verschiedene Krankenkassen ständig 400 verschiedene Argumente hatten, warum sie fuer die Behandlung unserer Patienten nicht zahlen wollten. Was dann regelmässig dazu fuehrte, dass weitere Stellen eingespart wurden. Das haben wir hier nicht so. Die eine (!) Krankenkasse hier in Schweden nervt uns Ärzte nicht mit ständigen Anfragen, dass wir doch endlich beweisen sollen, warum wir die Frechheit haben, kranke Menschen zu behandeln. Hier wird medizinisch indizierte Behandlung kommentarlos bezahlt und ueber Indikation entscheidet medizinisches Personal. Dies also geht äusserst geschmeidig hier.<br />
Nein, die Schwierigkeit hier ist es einfach, ein Opfer zu finden, welches bei mir arbeiten will. Zur Zeit ist etwa ein Drittel der Facharztstellen in der Psychiatrie unbesetzt, was dazu fuehrt, dass sich einfach kein Kollege zu mir in die Sucht verirrt. Was ich natuerlich aus naheliegenden Gruenden traurig finde, aber auch, weil ich finde, dass Suchtmedizin eine richtig tolle und spannende Spezialität ist.<br />
Also blieb mir nur Heulen, Plärren, Schreien. Ich will ich will ich will.<br />
Schliesslich, weil ja Geld da ist, beschloss mein Chef, der ein wirklich guter Chef ist, mir einen sogenannten Hyrläkare ( Zeitarbeitsarzt ) zu beschaffen. Diese Form von Zeitarbeit ist hier (leider) sehr in Mode und bedeutet, dass Ärzte, anstatt sich fest anstellen zu lassen, fuer begrenzte Zeit von den Kliniken gebucht werden. Das Gehalt ist dabei ungefähr 2-3 mal so hoch wie das eines angestellten Arztes. Neulich sprach ich mit einer Kollegin, die in der Woche das verdient, was ich im Monat bekomme und die mich abwerben wollte, auch Hyrläkare zu werden. Will ich aber nicht, weil das bedeutet, ständig anderswo zu jobben. Wie auch immer, ich bekam also einen eigenen Zeitarzt zu meiner Verfuegung. Vorteil mit diesen Kollegen ist, auch wenn sie sauteuer sind, dass sie als Arbeitstiere eingesetzt werden können, will sagen, sie nehmen an keiner Besprechung oder sonstigen Aktivität teil, sondern werden an der Front fuer die Behandlung von Patienten eingesetzt.<br />
Und jetzt kommt das fuer mich als deutschen Arzt völlig unfassbare: Der Zeitarbeiter, den ich bekam heisst Ulf und ist pensionierter Professor fuer Suchtmedizin vom renommierten Karolinska Institut in Stockholm. Der Beste der Besten also. Der Mann hat mehr Lehrbuecher verfasst, als ich in meinem Leben Schundromane gelesen habe. Und das sind echt viele. Und nun sitzt der Professor nebenann im Arztzimmer und behandelt unsere Patienten. Und das macht er richtig gut, obwohl er manche Schwierigkeiten mit dem Computersystem hat.<br />
Ich bin zufrieden. Was ich in diesem Zusammenhang am imponierendsten finde ist die Tatsache, dass dieses Schwergewicht der Medizin, dieser Professor, ein ganz normaler Mensch ist. Er kommt jeden Morgen mit legerer Kleidung an, holt sich seinen Kaffee, dann seine Patientenliste, gibt bei der Morgenbesprechung kluge und lustige Kommentare und ist ganz einfach&#8230;normal.<br />
Herzerfrischender Kontrast zu seinen deutschen Kollegen, die in meiner Erinnerung nur als sehr wichtige Menschen auftauchen, die einem jedes Mal verbal und nonverbal mitteilen wie wichtig man selbst ist während der angesprochene schon durch und seit Geburt eine Beleidigung des Universums dartellt, weil er Herrn Professor die Zeit stehle.<br />
Mein Professor ist einfach cool.</p>
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		<title>Heilung fuer die Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 13:57:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Fuer die ganz Blöden sieht es ja aus als wuerde eine Firma von Profit-Arschlöchern gerade mal die Weltmeere verpesten. Nur mir und einer kleinen Gruppe geistig Gesundgebliebener ist durch härtesten investigativen Journalismus gelungen, den Masterplan hinter den Kulissen zu entschleiern. In Deutschland diskutiert noch alle Welt ueber Sinn und Unsinn der Homöopathie, dabei ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fuer die ganz Blöden sieht es ja aus als wuerde eine Firma von Profit-Arschlöchern gerade mal die Weltmeere verpesten.<span id="more-537"></span> Nur mir und einer kleinen Gruppe geistig Gesundgebliebener ist durch härtesten investigativen Journalismus gelungen, den Masterplan hinter den Kulissen zu entschleiern. In Deutschland diskutiert noch alle Welt ueber Sinn und Unsinn der Homöopathie, dabei ist es der Firma BP gelungen, den Wirkstoff &#8220;Oleum Petrae&#8221; in der Verduennung D12 in die Weltmeere zu entlassen. Ziel ist gewisslich die Herstellung einer heilenden Wirkung durch diese Massnahme. Einsatzgebiet der homöopathischen Substanz ist laut meinem kleinen Handbuch hier &#8220;Vermeidung von Aktionärsarmut, Verringerung unnuetzer Wasserlebewesen und Schutz vor Ölkrisen&#8221;. Geruechten zufolge will BP in den nächsten Tagen fuer diese umfassende Heil- und Hilfsmassnahme der Welt allgemein so etwa 100000 MilliardenBilliarden Fantstilliarden Dollar in Rechnung stellen, eine Summe, die uns das Wohlergehen unserer Erde doch wohl Wert sein sollte.</p>
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		<title>Welche Ueberraschung</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 08:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie alle grossen Print- und Onlinemedien berichten (z.B die Welt Online) ist es vielleicht doch nicht so mit Toyota.
Sie wissen schon, diese schlimmen Unfälle, die durch &#8220;ungewolltes Beschleunigen&#8221; von Autos der Marke Toyota (fast ausschliesslich) in den USA geschahen. Mittlerweile gibt es gewisse Hinweise, dass da gar nicht Toyota daran schuld ist.
Sondern (zumindest teilweise) die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie alle grossen Print- und Onlinemedien berichten (<a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article8472718/Das-Gas-ist-rechts-die-Bremse-links-daneben.html">z.B die Welt Online</a>) ist es vielleicht doch nicht so mit Toyota.<span id="more-533"></span><br />
Sie wissen schon, diese schlimmen Unfälle, die durch &#8220;ungewolltes Beschleunigen&#8221; von Autos der Marke Toyota (fast ausschliesslich) in den USA geschahen. Mittlerweile gibt es gewisse Hinweise, dass da gar nicht Toyota daran schuld ist.<br />
Sondern (zumindest teilweise) die Nutzer. Wenigstens in einem Fall konnte man eine Dame zweifelsfall ueberfuehren, die aufs Gas statt auf die Bremse gestiegen ist, woraufhin sich ihr Wagen natuerlich sofort &#8220;unerwuenscht beschleunigte&#8221;.<br />
Ich wuerde ja jetzt sagen, sowas haben wir ja alle geahnt. Ist aber etwas primitiv, so nachhinein, also will ich hier nur meine grundsätzlich unmassgeblichen Gedanken loswerden:</p>
<p>1. In einem Land, welches in der Lage war einen Präsidenten wie Herrn Busch Junior (von seinem Vizepräsidenten will ich gar nicht schreiben denn sonst kotze ich ueber die Tastatur) zweimal ins Amt zu wählen, kann man mit Fug und Recht erwarten, dass eine Mehrheit der Bevölkerung in der Lage ist, Gaspedal mit Bremse zu verwechseln.</p>
<p>2. In einem Land, in dem man rein vom Rechtssystem her viele Milliarden Schadenersatz erwarten darf, wenn man irgendwie geschädigt wird, muss man sich nicht wundern, dass es massenhaft Leute gibt, die geschädigt werden. Weil sie es sich wert sind.</p>
<p>3. Komisch dass diese schlimmen Unfälle fast nur in den USA auftraten. Muss wohl irgendeine gezielte Kampagne der Japaner sein, um das Volk der USA zu terrorisieren. </p>
<p>4. Wenn es aber keine Terrorkampagne ist sondern was mit dem durchschnittlichen IQ (siehe Punkt1) zu tun hat, lässt das ja fuer den Rest der Welt hoffen. IQ-mässig, meine ich.</p>
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		<title>Volksmusik im Urlaub</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 18:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Falls mich mal jemand fragt, was ich an Deutschland uneingeschränkt gut finde, was natuerlich keiner tut, fragen, meine ich, aber nur mal so hypothetisch, also, falls mich also einer so im Voruebergehen fragen sollte, &#8220;hey, du, was findest du in Deutschland uneingeschränkt gut?&#8221;, dann wuerde ich erst mal ein ernstes Gesicht machen, so als wuerde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Falls mich mal jemand fragt, was ich an Deutschland uneingeschränkt gut finde, was natuerlich keiner tut, fragen, meine ich, aber nur mal so hypothetisch, also, falls mich also einer so im Voruebergehen fragen sollte, &#8220;hey, du, was findest du in Deutschland uneingeschränkt gut?&#8221;, dann wuerde ich erst mal ein ernstes Gesicht machen, so als wuerde ich nachdenken, weil, so einfach ist es ja nicht, an unserem Land was wirklich ohne jede Einschränkung gut zu finden, also ich wuerde erst mal vor mich hin sinnieren und etwas die Stirn runzeln, nur des Effektes wegen, und dann schliesslich mit strahlender Miene sagen: &#8220;Den ADAC.&#8221;<span id="more-525"></span><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b7dbe8f14fbb404aaaf68ebd40f396ab" width="1" height="1" alt=""/><br />
&#8220;Verräterisches Lobbyschwein !&#8221;  höre ich mich selbst aus der Vergangenheit rufen, so 20 Jahre zurueck, aber heute gehe ich ueber solche Bemerkungen hinweg, wie frueher die ältere Generation ueber diese Bemerkung hinwegzugehen pflegte, was mich damals immer ärgerte, heute jedenfalls, mit Familie und Auto und so, finde ich den ADAC Klasse.<br />
&#8220;Wieso, &#8221; fragt prompt ein anderer, &#8221; du wohnst doch jetzt in Schweden ?&#8221;.<br />
&#8221; Eben weil ich in Schweden wohne &#8221; ist meine Antwort.<br />
Wir sind nämlich immer noch beim ADAC, typisch deutsch, nehme ich an, was man hat, das hat man, auch im Ausland, und wir habens schriftlich vom ADAC, das wir Mitglieder bleiben duerfen, auch wenn wir in Schweden wohnen. Weil hier weiss man ja nicht, wohin sich wenden, wenn man mal ne Panne hat. So lokale Anbieter gibts hier bei uns ja schon, aber was, hypothetisch, wenn wir einen Ausflug nach Stockholm machen und dort, hypothetisch, eine Panne haben ? Was steht dann im Kleingedruckten, das wir nicht nur nicht lesen sondern möglicherweise sogar nicht verstehen können ? Also ADAC, der hilft immer und ueberall.<br />
Neulich hatten wir eine Panne, das Auto sprang nicht an. Hier in Schweden bei Besuch bei Freunden. Batterie, vermutete ich und ueberbrueckte, aber weiterhin nichts. Also kam meine Frau auf die glorreiche Idee, beim ADAC anzurufen. Aus Schweden. Panne halt. Die checkten tatsächlich auf ihrem Computer genau wo wir standen. In Schweden. Und etwa 30 Minuten später war ein Pannenhelfer mit Abschleppwagen und Werkzeugkoffer bei uns. Schwedische Tuechtigkeit gepaart mit deutscher Effizienz. Etwa 3 Minuten später war das Problem behoben. Bezahlen musste ich dafuer vor Ort nicht, geht alles ueber den ADAC, sagte der nette Mechaniker. Und ob ich zufrieden wäre. Jawoll. Und ob wir lange warten mussten. Nääää. Nicht schlecht, der ADAC in Schweden.<br />
Was mich aber eigentlich auf das Thema bringt, ADAC also, ist die Lektuere des Juniheftes der ADACmotorwelt, sie wissen schon, die Clubzeitschrift, die wir alle zugeschickt bekommen. Wir alle sage ich, weil nach eigenen Recherchen etwa mindestens 132 Prozent der Bundesbuerger beim ADAC sind. In diesem Heft jedenfalls, können sie uebrigens selber lesen, wenn sie es nicht bereits zum Altpapier gebracht haben, in diesem Fall aber selber schuld, steht eine kurze Meldung ueber Urlaub und Geld zurueck. Da hat nämlich ein Mensch in einem Hotel Urlaub gemacht, wo gleichzeitig Dreharbeiten fuer eine Volksmusiksendung stattfanden. Der Urlauber fuehlte sich dadurch gestört, monierte dies beim Reiseveranstalter und bekam etwa die Hälfte des Urlaubspreises zurueck.<br />
<strong>Wie geil ist das denn !</strong><br />
Damit ist erstmals offiziell anerkannt, dass Volksmusik den selben Stellenwert bei Urlaubsreisen einnimmt wie beispielsweise Kakerlaken in der Badewanne. Das ich das nochmal erleben darf. Noch etwas, das ich uneingeschränkt gut finde in Deutschland.</p>
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		<title>Blutsbrueder</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 16:26:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dieser Website entdeckte ich die kurze aber feine Filmserie ”Blutsbrueder”. In bisher 12 sehr unterhaltsamen Folgen wird eine Geschichte aus dem Drogen- und Dealermillieu erzählt.
Die einzelnen Folgen sind etwa 5 Minuten lang, die 12. und vorerst letzte Folge 7 Minuten, die ganze Serie kann also in einer gemuetlichen Mittagspause gesehen werden.
Dargestellt wird die Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.3min.de/Video/Serien/Blutsbr%C3%BCder/4/128?r=4.1.1.bb">Auf dieser Website</a> entdeckte ich die kurze aber feine Filmserie ”Blutsbrueder”. In bisher 12 sehr unterhaltsamen Folgen wird eine Geschichte aus dem Drogen- und Dealermillieu erzählt.<span id="more-523"></span><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/4f50a74ab802449c8f5dd1b62f37bf4e" width="1" height="1" alt=""/><br />
Die einzelnen Folgen sind etwa 5 Minuten lang, die 12. und vorerst letzte Folge 7 Minuten, die ganze Serie kann also in einer gemuetlichen Mittagspause gesehen werden.<br />
Dargestellt wird die Geschichte der beiden Kleindealer Turbo und Schlumpf, welche in eher muehseliger Kleinarbeit an der vordersten und schmutzigsten Front des Drogenhandels die Kunden beliefern. Dazu fahren sie in einem alten Volvo die Strassen der Grosstadt ab und warten auf Anrufe, sprich Bestellungen. Geschäfte werden im Wagen abgewickelt und weiter geht die Fahrt. Turbo, der erfahrene ältere Frontdealer will endlich eine Stufe aufsteigen und hat Schlumpf ausgewählt, die Lieferungen an Mann und Frau zu bringen. Schlumpf ist jung, naiv, durchaus feige und hat eine grosse Klappe. Sein Traum ist das grosse Geld ohne viel Muehe, aber dieser Zahn wird schon frueh von Turbo gezogen: Drogenhandel ist harte Arbeit, gefährlich und dreckig.<br />
Auf ihren Fahrten lernen sie den ganz normalen Wahnsinn kennen: Gutsituierte junge Eltern, die ihr Baby allein lassen um sich das Koks zu besorgen, ein reiches Arschloch, der als drogenmissbrauchender Sohn des Oberstaatsanwaltes keinerlei polizeiliche Ueberpruefung zu fuerchten hat, die Zwischenhändlerin namens Oma, welche die beiden mit Stoff versorgt und ein sympatisch-neurotisches New-Age-Mädel ist statt wie erwartet ein finsterer Mafioso mit schlechten Manieren.<br />
Faszinierend ist die subtile Umkehr buergerlicher Werte in dieser Serie. Die beiden Drogendealer sind sympatisch, haben moralische Vorstellungen und arbeiten fleissig und hart, um aufzusteigen. Die Kunden, zumeist „normale Buerger“ sind eigensuechtige Ekelpakete, nur sich selbst am nächsten, nur auf der Suche nach dem nächsten Kick. Die Drogenlady ist kein baseballschläger-schwingender cholerischer Psychopath sondern trinkt Chai-Tee und verbindet Turbo die Augen, bevor sie die Drogen aus ihrer Schublade (!) holt, dass dieser auch ja nicht sieht, wo sie den Stoff aufbewahrt (!). Das ist lustig ohne der Brueller zu sein. Einfach gut also.<br />
Die Polizei, verkörpert von der Kommissarin Charlotte, ist wie erwartet nicht die Elite des Guten. Charlotte will Karriere machen, liebt ihre Waffe und Handschellen und wuenscht sich nichts sehnlicher als eine „ schöne Verhaftung, wie frueher.“<br />
„Blutsbrueder“ ist echt, authentisch, lustig, gewalttätig. Eine Darstellung der Drogenszene wie sie in Deutschland kaum vorkommt, ist unser Bild doch eher amerikanisch hollywood-dominiert, wo die Dealer halt alle spanischen Akzent haben und ständig Freund und Feind umbringen, um Exempel zu statuieren oder Spass zu haben. Die plötzliche und exzessive Eruption von Gewalt sehen wir hier in der Serie, als ein kleiner Junkie kein Geld hat, um Turbo zu bezahlen und diesem statt dessen ein iPhone anbietet. Der sonst so sympathische Turbo schlägt ohne Vorwarnung zu und lässt erst von seinem Opfer ab, als ein Polizeiwagen vorbeifährt. Unschön und schockierend. Wie das wahre Leben auf der Strasse halt.<br />
Ich jedenfalls freue mich auf die angekuendigte zweite Staffel.</p>
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		<title>Wie ungerecht die Welt doch ist</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 14:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer meinen Artikel ueber Martin Sonneborn gelesen hat, ist bereits ueber Peter Schmidt gestolpert. So heisst nämlich der im Artikel unbenannte Lobbyist. 
Seit neuestem ist Herr Schmidt arbeitslos. Siehe hier. War ja auch nur eine Frage der Zeit, dass man als Lobbyist seinen Abschied entgegennehmen darf, wenn man so kompromisslos ehrlich ist, wie Herr Schmidt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer meinen Artikel ueber Martin Sonneborn gelesen hat, ist bereits ueber Peter Schmidt gestolpert. So heisst nämlich der im Artikel unbenannte Lobbyist. <span id="more-520"></span><br />
Seit neuestem ist Herr Schmidt arbeitslos. <a href="http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/unternehmen/article/607041/pro-generika-chef-schmidt-stuerzt-zitate-handelsblatt.html">Siehe hier.</a> War ja auch nur eine Frage der Zeit, dass man als Lobbyist seinen Abschied entgegennehmen darf, wenn man so kompromisslos ehrlich ist, wie Herr Schmidt. Weil Ehrlichkeit ist ja nicht immer Zweck der Lobbyarbeit.<br />
Mein Mitgefuehl mit der Kuendigung hält sich in sehr engen und arg ueberschaubaren Grenzen. Sollte es allerdings Herrn Sonneborn und anderen Aufrechten gelingen, sämtliche Lobbyisten in Deutschland in einen anderen, wohlmöglich sogar produktiven Beruf ueberzufuehren, ja das wäre&#8230;wohl der erste Schritt ins Paradies. </p>
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		<title>Wer ist das eigentlich ?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 06:16:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich beschäftige mich ja immer noch mit Facebook. Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass eine Frau Aigner durch die Presse geht, weil sie ihren Facebook-Account gekuendigt hat. Wegen Datenschutz und so. Ich frage mich in diesem Zusammenhang: Wer ist eigentlich diese Frau Aigner ?
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich beschäftige mich ja immer noch mit Facebook. Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass eine Frau Aigner durch die Presse geht, weil sie ihren Facebook-Account gekuendigt hat. Wegen Datenschutz und so. Ich frage mich in diesem Zusammenhang: Wer ist eigentlich diese Frau Aigner ?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Meine kleine Presseschau</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 15:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier eine kleine Auswahl von aktuellen Online-Artikeln, die nicht immer lesenswert sind. Dafuer aber mit gewissen eigenen Kommentaren versehen, die meines Erachtens total lustig sind.
 
Die schönsten alten Tankstellen bei autobild.de: Hoffentlich sind ein paar von BP dabei. Ich warte auf den Artikel &#8220;Die schoensten Oelteppiche der letzten 50 Jahre&#8221;
Kandidatin für Köhler-Nachfolge: Nicht alle lieben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier eine kleine Auswahl von aktuellen Online-Artikeln, die nicht immer lesenswert sind. Dafuer aber mit gewissen eigenen Kommentaren versehen, die meines Erachtens total lustig sind.<br />
 <span id="more-516"></span><br />
<a href="http://www.autobild.de/artikel/die-schoensten-alten-tankstellen_1185927.html">Die schönsten alten Tankstellen</a> bei autobild.de: Hoffentlich sind ein paar von BP dabei. Ich warte auf den Artikel &#8220;Die schoensten Oelteppiche der letzten 50 Jahre&#8221;<br />
<a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kandidatin-fuer-koehler-nachfolge-nicht-alle-lieben-von-der-leyen/50122020.html">Kandidatin für Köhler-Nachfolge: Nicht alle lieben von der Leyen</a> bei Financial Times Deutschland: Nein, wirklich ? Danke fuer die Ueberschrift. Ich dachte bis jetzt alle, wirklich alle lieben die Ministerin.<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article7890519/FDP-befuerwortet-Sparplaene-fuer-die-Bundeswehr.html">Verteidigungspolitik: FDP befürwortet Sparpläne für die Bundeswehr</a> bei Welt Online: Da hätt ich ja fast drauf wetten mögen. Man könnte doch statt Wehrpflicht einjährigen Zwangdsienst im Hotelgewerbe gesetzlich verankern.<br />
<a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article7879429/Roesler-will-30-Euro-Gesundheitspraemie.html">Rösler will 30 Euro Gesundheitsprämie</a> bei Welt Online: Ich denke nicht, dass er damit viel gesuender wird.<br />
<a href="http://sportbild.bild.de/SPORT/fussball-wm-2010/2010/05/30/torsten-frings/wir-erfahrenen-spieler-wurden-nach-und-nach-schoen-entsorgt.html">Frings: Wir erfahrenen Spieler wurden schön entsorgt</a> bei Sport Bild: Ohne Kommentar meinerseits, ich fine den Satz nur sehr schön.<br />
<a href="http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/Doc~E48ACDC4AF8CA4192AFA0A772A4C152F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Statistisches Bundesamt: Ledige Frauen bleiben dünner</a> bei FAZ: Was ja wohl beweist, dass Männer die besseren Köche sind.<br />
<a href="http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article7892359.html">&#8220;Titanic&#8221;-Regisseur: James Cameron soll im Kampf gegen die Ölpest helfen</a> bei Welt Online: Nicht dass der da was gegen machen kann. Aber die Story! Wenn der die verfilmt, mit Bruce Willis in der Hauptrolle, da ist die kleine Ölpest ganz schnell wieder finanziell eingespielt.<br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c34aab291d2a45ab8cfcc95dfef9ece8" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Vergebung</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 15:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie er die Welt sah...]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage erscheint der dritte Teil der Millennium-Trilogie von Stig Larsson in den deutschen Kinos. Unter dem deutschen Titel &#8220;Vergebung&#8221; erleben wir endlich die Auflösung und Abrechnung einer Geschichte, die, ohne das wir es ahnten, bereits im ersten Teil ihren Anfang nahm. Beziehungsweise zeitlich lange vor den Geschehnissen im ersten Teil (&#8221;Verblendung&#8221;).
Apropos, kleiner Gedankeneinschub: Warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage erscheint der dritte Teil der Millennium-Trilogie von Stig Larsson in den deutschen Kinos. Unter dem deutschen Titel &#8220;Vergebung&#8221; erleben wir endlich die Auflösung und Abrechnung einer Geschichte, die, ohne das wir es ahnten, bereits im ersten Teil ihren Anfang nahm. Beziehungsweise zeitlich lange vor den Geschehnissen im ersten Teil (&#8221;Verblendung&#8221;).<span id="more-514"></span><br />
Apropos, kleiner Gedankeneinschub: Warum das Ding sowohl als Buch als auch als Film &#8220;Vergebung&#8221; heiss, ist mir trotz längerem Sinnieren schleierhaft geblieben. Das Original heisst &#8220;Luftslottet som sprängdes&#8221; was uebersetzt ungefähr &#8220;Das Luftschloss, das gesprengt wurde&#8221; heisst. Und sich genau auf den Inhalt der geschichte bezieht, geht es doch um einen aufgeblasenen Machtapparat, von einigen wenigen erschaffen, der schliesslich von den Hauptpersonen enthuellt und damit zerstört wird. Was das mit &#8220;Vergebung&#8221; zu tun haben soll wissen nur Leute, die viel schlauer sind als ich&#8230;<br />
Hier in Schweden lief der Film bereits vor einiger Zeit mit grossem Erfolg. Michael Nyqvist spielt wieder den Journalisten Mikael &#8220;Kalle&#8221; Blomkvist, der trotz gewisser Längen im Film das Dilemma des investigativen Journalisten darstellt: Wie weit darf und soll man gehen, um Böses aufzudecken, wenn gleichzeitig alle in der näheren Umgebung von ebendiesem Bösen bedroht werden. An Leib und Leben bedroht, wohlgemerkt.<br />
Und Lisbeth Salander wird verkörpert von Noomi Rapace, welche die Figur darstellt, wie ich sie mir beim Lesen der Buecher nie vorgestellt habe, nur um zu beweisen, dass in sehr seltenen Fällen Schauspielerei besser darstellen kann als die eigene Fantasie. Lisbeth ist allerdings in ihrer Bewegungsfähigkeit recht eingeschränkt, liegt sie doch mit Kopschuss unter Polizeibewachung im Krankenhaus. Bis sie ein Blackberry zugesteckt bekommt jedenfalls. Und Kalle Blomkvist wuehlt sich unter Lebensgefahr durch Schichten uebelster nationaler Verschwörung, dass es einem nur so gruselt.<br />
Die Auflösung ist gewaltig und erschuettert das ganze Land. Ein Luftschloss eben, welches gesprengt wird.<br />
Die Millennium-Romane zu verfilmen ist gewiss nicht einfach. Vieles ist natuerlich verkuerzt, manches anders dargestellt, als man es aus den Buechern in Erinnerung hat. Ich mag die Filme trotzdem und auch der aktuelle dritte Teil ist es wert, gesehen zu werden. Und die beiden Vorgängen gibts auf DVD, falls nocht nicht angeschaut.<br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/4e0c67b1bc914d55846c90f1097de813" width="1" height="1" alt=""/></p>
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