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	<title>Einsichten und Aussichten aus der Psychiatrie &#187; Bärengeschichten</title>
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	<description>Arp und wie er die Welt sah</description>
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		<title>Zu Besuch beim Wolkenmacher (4)</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 11:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„ &#8230;un da war son Obachecka, son Zaubara, Obazaubara sogar, der sagt :“ Jetzt werde ich die Welt vernichten, und mit dir, Barbar, fange ich gleich an !“ un isch denk, bissu böd oda wat ? Passt misch gar nischt, vanichtet werdn, bei alle Götta, kannsu glaubn, Alter, nehm isch halt meine Keule un knall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„ &#8230;un da war son Obachecka, son Zaubara, Obazaubara sogar, der sagt :“ Jetzt werde ich die Welt vernichten, und mit dir, Barbar, fange ich gleich an !“ un isch denk, bissu böd oda wat ? Passt misch gar nischt, vanichtet werdn, bei alle Götta, kannsu glaubn, Alter, nehm isch halt meine Keule un knall sie dem Checka aufe Fresse dass da nur noch Sputniks herumschwirrn tun. Un denk misch, hau bloss ab von da, iss nich mä easy hia, und schwupp – abgehaut war isch. <span id="more-389"></span><br />
Kommisch dann inn Wald mit voll abgef*** Viechern, weissu, Schlangä un Drachä un so, weissu, un Bestiä, und so, un isch denk misch, Gronkovitsch, denk isch, des wird Fun, kommisch raus aussem Mist binnisch glei drin wida im Mist, was solls, &#8230;“<br />
Nur gelegentlich wurden seine Ausfuehrungen von einem erstaunten „wirklich?“ oder „Oh!“ oder „Jo!“ unterbrochen. Die Zeit verging wie im Flug und bevor wir es richtig merken konnten, war auch schon der Abend hereingebrochen. Wir fanden eine huebsche kleine Lichtung mitten im Wald und beschlossen, hier unter freiem Himmel zu uebernachten.<br />
Auch wenn wir heute das Ziel unserer Reise nicht erreicht hatten, kamen wir nicht von unseren Vorhaben ab. Dann wuerden wir eben morgen beim Wolkenmacher eintreffen.<br />
Wir begannen, es uns auf der Lichtung gemuetlich zu machen. Pu und ich assen Beeren, die wir unterwegs gepflueckt hatten und Monster zog eine Tafel Schokolade aus seinem Rucksack, die wir uns alle teilten. Danach entfachte Gronkovitch der Barbar schnell und geschickt ein kleines Lagerfeuer, umd das wir uns setzten und die Sterne betrachteten, die langsam am Himmel ueber uns erschienen.<br />
Plötzlich zuckte Gronkovitsch zusammen und starrte auf eine besonders dichte und dunkle Ansammlung von Bäumen in unserer Nähe.<br />
„ Wassis des, isch check des mal“ fluesterte er uns zu und bevor wir merkten, was geschah, war der Barbar auch schon verschwunden.</p>
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		<title>Zu Besuch beim Wolkenmacher (3)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 14:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bärengeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[III.
Eine ganze Weile spazierten wir so im Wald dahin, erzählten uns Geschichten und sangen ein paar Lieder. Alles an diesem fruehen Nachmittag schien so friedlich&#8230;
Bis plötzlich vor uns eine riesige Gestalt mit lautem Krachen durch das Dickicht brach. Ich fiel vor Schreck fast in Ohnmacht.
Gerade, als ich ueberlegte, ob es besser wäre, so schnell wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>III.</p>
<p>Eine ganze Weile spazierten wir so im Wald dahin, erzählten uns Geschichten und sangen ein paar Lieder. Alles an diesem fruehen Nachmittag schien so friedlich&#8230;<span id="more-371"></span><br />
Bis plötzlich vor uns eine riesige Gestalt mit lautem Krachen durch das Dickicht brach. Ich fiel vor Schreck fast in Ohnmacht.<br />
Gerade, als ich ueberlegte, ob es besser wäre, so schnell wie möglich zu verschwinden oder lieber ganz still und unbeweglich stehenzubleiben, begann die Gestalt zu sprechen:<br />
„ Kruess eusch, yo ! Bin isch Gronkovitsch da Babaa !“<br />
Dieses Wesen hatte eine schrecklich laute Stimme und einen ebenso schrecklichen Akzent. Er trat etwas näher an uns heran und wir erkannten einen riesigen, ungemein kräftig und muskulös aussehenden Mann mit langem, schwarzen Haar, der eine Keule trug, die so dick war wie mein Oberschenkel.<br />
„ Kronko Wisch da Babba ?“ fragte Pu Bär neugierig, der mittlerweile sicherheitshalber hinter meinem Ruecken Aufstellung genommen hatte und nun mit einem Auge nach vorne spähte.<br />
„Jo ?“ wollte Monster ebenfalls wissen, der noch weiter hinten stand und dem vor Schreck die Irokesenfrisur in alle Richtungen ragte.<br />
„Gronkovitsch der Barbar ?“ versuchte ich zu dolmetschen.<br />
„Yo, Mann !“ rief Gronkovitsch fröhlich und streckte seine Pranke von der Grösse einer Bratpfanne in meine Richtung. Nur ganz kurz dachte ich, er wolle mich schlagen, doch statt dessen wonnte er, dass ich mit meiner Handfläche dagegenklatsche. Das fuehlte sich ungefähr an, als hätte ich einen Felsen gehauen.<br />
„Un wer bistu un deine&#8230;äh&#8230;coole Gäng !“ fragte Gronkovitsch.<br />
Ich beschloss, höflich zu sein und uns vorzustellen.<br />
„ Hier sind Pu Bär, Monster und meine Wenigkeit und wir sind unterwegs zum Wolkenmacher, um mit ihm einen Tee zu trinken.“<br />
„Mit Honig“ ergänzte Pu, der auf gewisse Details grossen Wert legte.<br />
Der riesige Fremde, der sich als Gronkovitsch vorgestellt hatte, kratzte sich am Kopf.<br />
„ Wolknmacha ? T-saufn ? Klingt vollcool. Weissu was ? Habisch grad nix am laufn, kommisch halt easy mit, check ? Bin isch stark un cool drauf, kann isch euch beschuetzn un so. Is check oda, Alter ?“<br />
Damit schien fuer ihn die Sache mehr oder minder erledigt und wir setzten unseren Weg zu viert fort. Schon nach kurzer Zeit stellte es sich heraus, dass Gronkovitsch der Barbar ein wirklich netter und amuesanter Begleiter war, mit dem wir uns prächtig verstanden. Er kam aus einem sehr fernen Land, wo alle Menschen gross und stark waren, wie er, und deswegen sprach er auch diesen etwas fremdartig klingenden Akzent.Er redete gerne und unterhielt uns mit Geschichten aus seinem wildbewegten Leben.<br />
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		<title>Zu Besuch beim Wolkenmacher (2)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 09:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bärengeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[II.
Kurz nachdem wir aufgebrochen waren, kamen mir ernsthafte Zweifel ueber die Richtung, die wir einschlagen sollten. Wo wohnte der Wolkenmacher eigentlich ?
Zum Glueck teilte mein pelziger Freund diese Sorgen nicht. Er blickte nur kurz zum Himmel, streckte pruefend eine Pfote in den Wind, drehte sich schliesslich in Richtung des grossen Waldes und sagte : „Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>II.</p>
<p>Kurz nachdem wir aufgebrochen waren, kamen mir ernsthafte Zweifel ueber die Richtung, die wir einschlagen sollten. Wo wohnte der Wolkenmacher eigentlich ?<span id="more-368"></span><br />
Zum Glueck teilte mein pelziger Freund diese Sorgen nicht. Er blickte nur kurz zum Himmel, streckte pruefend eine Pfote in den Wind, drehte sich schliesslich in Richtung des grossen Waldes und sagte : „Hier entlang.“<br />
Kurze Zeit spåter tauchten wir ind das halbdunkle Gewirr ein, welches von den mächtigen gruenen Laubbäumen gebildet wurde. Der grosse Wald um uns herum war voller Leben und heiteres Vogelgezwitscher erfuellte die Luft. Ab und zu entdeckten wir kleinere Tiere wie Kaninchen und Eichhörnchen, die sich von uns in keiner Weise von ihrer jeweiligen Beschäftigung abbringen liessen.<br />
Plötzlich kam Pu auf die Idee, dass wir einen Abstecher zu unserem Freund Monster machen könnten. Er wohnte in einer kleinen Höhle im Wald , gar nicht weit von der Stelle, wo wir uns gerade befanden. Vielleicht konnten wir ihn ja ueberreden, mit uns zusammen auf die Reise zum Wolkenmacher zu gehen.<br />
Pu war ganz begeistert von seinem eigenen Vorschlag und lief schon voraus, während ich gemuetlich den Spaziergang fortsetzte. Als ich schliesslich bei der Höhle ankam, sah ich Pu, wie er heftig gestikulierend auf Monster einredete.<br />
„ Kommst du mit ?“ rief ich Monster von weitem zu.<br />
„ Jo !“ bruellte dieser zurueck und verschwand in seiner Höhle.<br />
Kurze Zeit später erschien er wieder im Eingang, diesmal mit einem kleinen gruenen Rucksack auf der Schulter. Wie er so dastand, bot er schon eine recht eigentuemliche Erscheinung: Monster war etwas kleiner als Pu, mir reichte er gerade bis zu den Knien, und er war am ganzen Körper ueber und ueber mit rotem Fell bedeckt. Nur mitten auf seinem Kopf wuchs ein schmaler Streifen schwarzen Haares, der ihm das Aussehen eines wilden Irokesen gab. Er besass einer riesige rotbehaarte Nase, mir der er sehr gut riechen konnte. Das einzige Problem, das manche Menschen mit Monster hatten, war ein gewisser Mangel an Verständigung, denn Monsters Wortschatz umfasste genau ein einziges Wort. In Laufe unserer Freundschaft hatten zuminderst der Bär und ich jedoch gelernt, den Sinn hinter Monsters Aussagen zu deuten.<br />
„ Jo !“ rief dieser nochmal und zeigte uns dadurch, das er fertig zur Reise war.<br />
„ Gehen wir“ sagte ich.<br />
„Fein“ meinte der Bär, nahm Monster und mich bei der Hand und gemeinsam brachen wir auf zu der aufregenden Reise zum Wolkenmacher.<br />
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		<title>Zu Besuch beim Wolkenmacher</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 18:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bärengeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[I.
An einem milden Sommertag lagen Pu Bär (nicht DER Pu Bär, natuerlich, sondern MEIN Pu Bär, der ANDERE Pu Bär lebt ja im Hundertsechzig-Morgen-Wald) und ich auf einer wunderbar gruenen Wiese, schauten in den Himmel, auf dem ab und zu kleine weisse Wölkchen vorbeizogen, und träumten.
Pu war ein sehr alter Bär (fast so alt wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>I.<br />
An einem milden Sommertag lagen Pu Bär (nicht DER Pu Bär, natuerlich, sondern MEIN Pu Bär, der ANDERE Pu Bär lebt ja im Hundertsechzig-Morgen-Wald) und ich auf einer wunderbar gruenen Wiese, schauten in den Himmel, auf dem ab und zu kleine weisse Wölkchen vorbeizogen, und träumten.<span id="more-361"></span></p>
<p>Pu war ein sehr alter Bär (fast so alt wie ich), nicht besonders gross, mit einem kurzen braunen Fell, das an einigen Stellen schon recht ausgefranst war.</p>
<p>Und er war mein bester Freund. Manche Menschen behaupten, die Art von Bären, zu denen Pu gehörte, sei kuenstlich und leblos, doch niemand, der noch ein Fuenkchen Verstand besitzt, wuerde so etwas sagen, wenn er den Bären erst einmal kennen gelernt hatte. Pu war geradezu ein Vorbild an Lebhaftigkeit. Nicht allzu schlau vielleicht und auch nicht unbedingt gesellig – in Gesellschaft anderer Leute stellte er sich oft schlafend – doch trotz allem lebendig, hier auf der Wiese an diesem fernen Tag.</p>
<p>Wir waren beide tief in Gedanken versunken. Ich weiss nicht, worueber Pu Bär nachdachte. Wahrscheinlich ueber das Wetter, Honig und andere Dinge, die eben Bären so beschäftigten. Ich jedenfalls ueberlegte die ganze Zeit, wann es wohl Zeit zum Mittagessen sein wuerde.</p>
<p>&#8221; Wer wohl die Wolken macht ?&#8221; fragte irgendwann einmal der Bär versonnen.</p>
<p>Ich riss mich von meinen Gedanken los und starrte verbluefft abwechselnd den Urheber dieser Frage und den Himmel an. So ein Bär konnte schon recht komische Ueberlegungen anstellen.</p>
<p>Pu Bär war der unerschuetterlichen Ueberzeugung, ich wuesste Antwort auf alles, daher sagte ich:</p>
<p>&#8220;Der Wolkenmacher&#8230;wahrscheinlich.&#8221;</p>
<p>&#8220;Oh, &#8221; antwortete Pu interessiert, &#8221; meinst du, es gibt nur einen Wolkenmacher fuer die ganze Welt ?&#8221;</p>
<p>&#8221; Ich denke schon, zumindest habe ich definitiv noch nie gehört, dass es zwei geben soll. &#8221;</p>
<p>&#8221; Das ist traurig.&#8221; sinnierte der Bär nach kurzem Nachdenken.</p>
<p>&#8220;Ich glaube, der Wolkenmacher ist ziemlich einsam. Schau, er macht Tag fuer Tag diese schönen weissen Wölkchen, manchmal auch die grossen dunklen, die ich nicht so mag, und keiner ist bei ihm, der ihm Gesellschaft leistet.&#8221;</p>
<p>Ich nickte.</p>
<p>&#8220;Du hast völlig recht. Der Wolkenmacher hat eine sehr wichtige Aufgabe zu erfuellen. Ohne ihn gäbe es keinen Regen, ohne Regen kein gruenes Gras, keine Blumen, keine Fruechte auf den Bäumen&#8230;man sollte ihn einfach mal besuchen und ihm sagen, wie schön seine Arbeit ist.&#8221;</p>
<p>Langsam, bedächtig, stand der Bär auf und ergriff meine Hand. Dann blickte er mich lange und nachdenklich an.</p>
<p>&#8220;Lass uns den Wolkenmacher besuchen &#8221; sagte er bestimmt.</p>
<p>&#8220;Ja, warum nicht !&#8221; rief ich und sprang auf die Fuesse. &#8220;Vielleicht kommen wir ja schon heute Abend bei ihm an. Dann können wir zusammen eine Tasse Tee trinken.&#8221;</p>
<p>&#8221; Mit Honig&#8221; fuegte der Bär leise hinzu.<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/32607340f33a40119f4fbfebc664421d" width="1" height="1" alt=""/></p>
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