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	<title>Einsichten und Aussichten aus der Psychiatrie &#187; Schweden-mal was anderes</title>
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	<description>Arp und wie er die Welt sah</description>
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		<title>Meinungsfreiheit und Schweden und Lars Vilks</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/414</link>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 17:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[In Schweden ist Meinungsfreiheit ein hohes Gut und wird ernsthaft gelebt und verteidigt.
Bei uns doch auch, Grundgesetz und so, wirft der patriotische Leser aus Tyskland ein.
Quatsch, antworte ich da. Meinungsfreiheit in Deutschland ist längst zur Freiheit dessen geworden, der sich einen Abmahnanwalt leisten kann. Des Reicheren in einem Meinungskonflikt also. Was mit Freiheit der Meinung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Schweden ist Meinungsfreiheit ein hohes Gut und wird ernsthaft gelebt und verteidigt.</p>
<p>Bei uns doch auch, Grundgesetz und so, wirft der patriotische Leser aus Tyskland ein.<span id="more-414"></span></p>
<p>Quatsch, antworte ich da. Meinungsfreiheit in Deutschland ist längst zur Freiheit dessen geworden, der sich einen Abmahnanwalt leisten kann. Des Reicheren in einem Meinungskonflikt also. Was mit Freiheit der Meinung ja nicht mehr wirklich viel zu tun hat.</p>
<p>Schreibt einer zum Beispiel in seinem Blog, dass ihm die Sachen eines gewissen Sportbekleidungsherstellers nicht gefallen, gibts Anwalt, Abmahnung, Kosten. Und unklare juristische Auseinandersetzungen ueber Jahre, wenn man nicht klein beigibt und seine freie Meinung zuruecknimmt. Und die Anwaltsgebuehren brav bezahlt. Glaubt ihr nicht ? Na dann googelt mal etwas zu den Begriffen &#8220;Abmahnung&#8221; oder &#8220;Sportartikelhersteller Abmahnung&#8221; und ihr werdet aus dem Staunen ueber die Meinungsfreiheit nicht mehr herauskommen.</p>
<p>Wie gesagt, sowas gibts hier noch nicht. Meinung ist hier frei, allerdings ist Volksverhetzung auch in Schweden verboten. Das Recht auf freie Meinungsäusserung an sich jedoch wird beschuetzt und gepflegt.</p>
<p>Nun gibt es einen Menschen in Schweden namens Lars Vilks, den viele nicht mögen. Der Herr ist Kuenstler und machte von sich reden, indem er vor drei Jahren Muslime mit Mohammed-Karikaturen verärgerte, welche den Propheten lächerlich machen. Kommt nicht gut, wie wir alle wissen. Lars Viks macht es jedoch trotzdem und extra, um zu provozieren. Nach eigenen Angaben habe er vor den vielen Morddrohungen, die natuerlich unweigerlich kamen, keine besondere Angst. Al Quaida setzte 100.000 Dollar auf die Ermordung des Kuenstlers aus. Vor zwei Wochen wurde er während eines Vortrages körperlich attackiert, vor einer Woche gab es einen Brandanschlag auf sein Haus (<a href="http://www.nyhetskanalen.se/1.1639055/2010/05/15/lars_vilks_utsatt_for_mordbrand" target="_blank">beides hier zu sehen inklusive Video</a>).</p>
<p>Die Diskussion, die hier gerade öffentlich stattfindet, ist äusserst interessant. Es geht nicht darum, ob der Kuenstler mit seinen Aktionen und Bildern einfach ein Depp ist. Darueber ist man sich weitestgehend einig.</p>
<p>Vielmehr geht es darum, dass sehr viele Journalisten und Personen der Öffentlichkeit nun Partei fuer die Freiheit der Meinung ergreifen. Nach dem Motto, auch ein Depp soll seine Meinung äussern duerfen ohne dafuer umgebracht oder geschlagen zu werden. Die seriöse &#8220;Dagens Nyheter&#8221; kritisiert das Schweigen wichtiger Politiker im Falle Vilks und <a href="http://www.dn.se/debatt/lars-vilks-fortjanar-stod-i-kampen-for-yttrandefrihet-1.1101966" target="_blank">fordert klare Stellungnahme von Presse und Politik</a>, dass die Freiheit, sich auszudruecken nicht durch Gewalttäter beschränkt werden darf.<br />
Auch wenn man als Privatperson wie gesagt der Meinung sein darf, der derart Beschuetzte sei eigentlich ziemlich doof.<br />
Fuer mich, der aus einem Land kommt, in welchem der Abmahnanwalt als äusserste Instanz gilt, ein erstaundliches Beispiel, wie hier Demokratie gelebt wird.<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/417693613fae434784a6a44dbf17cfa3" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Anna Odell macht weiter</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/385</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 06:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut Google ( seit Realität 2.0 bekanntermassen der Stellvertreter des Herrn auf Erden) bin ich ja Deutschlands herausragendster Experte fuer Anna Odell. Zumindest stehe ich weiterhin an erster Stelle bei der Google-Suche unter dem Suchbegriff &#8220;Anna Odell&#8221;.
Was mich daher wohl zum offiziellen Hofberichterstatter in Sachen Kunst und Wahnsinn in Schweden macht.
Wir erinnern uns: Kunststudentin Anna [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Google ( seit Realität 2.0 bekanntermassen der Stellvertreter des Herrn auf Erden) bin ich ja Deutschlands herausragendster Experte fuer Anna Odell. Zumindest stehe ich weiterhin an erster Stelle bei der Google-Suche unter dem Suchbegriff &#8220;Anna Odell&#8221;.<br />
Was mich daher wohl zum offiziellen Hofberichterstatter in Sachen Kunst und Wahnsinn in Schweden macht.<span id="more-385"></span></p>
<p>Wir erinnern uns: Kunststudentin Anna Odell spielte <a href="http://www.xoox.de/archives/200">verrueckt</a> und wurde als Patientin in die stockholmer Psychiatrie eingewiesen. Hinterher wurde sie angezeigt wegen arglistiger Täuschung und anderen unangenehmen Vergehen. Eine intensive Debatte entwickelte sich hierzulande, was noch Kunst ist und wie weit diese gehen darf und natuerlich wie schlimm die Misstände in der Psychatrie hier wohl sind.</p>
<p>In einem späteren Gerichtsverfahren am 31 August 2009 wurde Anna Odell verurteilt zu einer recht milden Strafe von 2500 Kronen (etwa 250 Euro) wegen arglistiger Täuschung.</p>
<p>Gleichzeitig erreichte Frau Odell gerade das, was sie wohl bewirken wollte: Sie wurde beruehmt, gibt derzeit fleissig Interviews, Ausstellungen, Seminare.</p>
<p>In diesem Zusammenhang beleuchtet die grosse schwedische Tageszeitung &#8220;Dagens Nyheter&#8221; <a href="http://www.dn.se/ledare/signerat/konstfack-ignorant-eller-bara-arrogant-1.1080121" target="_blank">einen interessanten Aspekt</a>, inwieweit nämlich die Kunstakademie &#8220;Konstfack&#8221; Verantwortung fuer einen ihrer Studenten zu tragen hat. Immerhin ist Frau Odell mit ihrem Kunstprojekt nicht unbeträchtliche persönliche Risiken eingegangen. Zumal oder gerade weil, wie inzwischen bekannt wurde, Anna Odell bereits frueher mit der Diagnose Schizofrenie in Stockholm stationär behandelt wurde. Die interessante Fragestellung, die hier beleuchtet wird ist, ob man als Akademie im Rahmen der Freiheit der Kunst tatenlos zusehen sollte, wie ein Kuenstler, der frueher mindestens einmal schwer psychisch erkrankt war, diese Erkrankung im Rahmen einer Abschlussarbeit &#8220;wiederbelebt&#8221; und teilweise wieder erlebt. Nicht ganz ohne Risiko fuer die eigene seelische Gesundheit, wenn ich das mal fachlich betrachtet hinzufuegen darf.</p>
<p>Antworten auf diese Fragen gibts natuerlich nur in individuellem Rahmen, was in der Natur der Sache liegt. Eine spannende Diskussion bei uns hier im Lande ist es allemal.<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d801624ef54d4f4580528ab044270c0c" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Fredagsmys</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/321</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 18:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag Nachmittag lässt hier traditionell das ganze Land den Hammer oder was auch sonst als Arbeitsgerät verwendet wird fallen. Zeit fuer den fredagsmys welcher wie viele informelle Traditionen hier mit gewissem Ernst zelebriert wird. Man macht es sich gemuetlich, kauft vorher fuers Wochenende ein und spannt ganz einfach aus.
Ein Mitmensch namens Henrik Schyffert versucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag Nachmittag lässt hier traditionell das ganze Land den Hammer oder was auch sonst als Arbeitsgerät verwendet wird fallen. Zeit fuer den fredagsmys welcher wie viele informelle Traditionen hier mit gewissem Ernst zelebriert wird. Man macht es sich gemuetlich, kauft vorher fuers Wochenende ein und spannt ganz einfach aus.<br />
Ein Mitmensch namens Henrik Schyffert versucht diese typisch schwedische Sinneshaltung dem internationelan Publikum zu erklären. Auf seine ganz eigene, multilinguale Weise&#8230;</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bI9s_n_7B5g&#038;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/bI9s_n_7B5g&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Der nicht aktuelle Filmtipp</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 22:23:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer meiner Liebligsfilme aus Schweden ist Kops. Irgendwo im schwedischen Nirgendwo duempelt die Besatzung einer Polizeiwache beschäftigungslos vor sich hin. Dort auf dem Lande ist halt einfach nichts los aber immerhin hat man bequeme und sichere Arbeitsplätze. Bis die Zentrale in Stockholm merkt, dass es sich nicht lohnt, eine Polizeiwache zu betreiben, die nichts zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer meiner Liebligsfilme aus Schweden ist Kops. Irgendwo im schwedischen Nirgendwo duempelt die Besatzung einer Polizeiwache beschäftigungslos vor sich hin. Dort auf dem Lande ist halt einfach nichts los aber immerhin hat man bequeme und sichere Arbeitsplätze. Bis die Zentrale in Stockholm merkt, dass es sich nicht lohnt, eine Polizeiwache zu betreiben, die nichts zu tun hat. Also soll diese zum grossen Schrecken der dort (eher wenig) arbeitenden Kops geschlossen werden.<br />
Die kreative Lösung: Wenn es zu wenig Verbrechen gibt muss man halt dafuer sorgen, dass die Kriminalstatistik in der Gegend wieder ansteigt&#8230;</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KMRgy5VHJ50&#038;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/KMRgy5VHJ50&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Fremdsprachen sind wichtig, Herr Minister</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 19:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Schweden kapieren es schon lange: Es ist immer besser, eine Fremdsprache zu beherrschen, als dies nicht zu tun. Beleg dafuer ist beispielsweise folgender Clip. Bitte auf den Text achten.
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweden kapieren es schon lange: Es ist immer besser, eine Fremdsprache zu beherrschen, als dies nicht zu tun. Beleg dafuer ist beispielsweise folgender Clip. Bitte auf den Text achten.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/u28V-_CLc8c&#038;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/u28V-_CLc8c&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object> </p>
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		<title>WINTER grossgeschrieben</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 20:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ist unser Haus wie es normalerwese aussieht:

Und hier wie es gerade jetzt aussieht.

Ganz grosses Kino, der Winter dieses Jahr in Schweden.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ist unser Haus wie es normalerwese aussieht:</p>
<p><img src="http://www.xoox.de/wp-content/uploads/Sommer-300x225.jpg" alt="Sommer" title="Sommer" width="300" height="225" class="alignnone size-large wp-image-289" /></p>
<p>Und hier wie es gerade jetzt aussieht.</p>
<p><img src="http://www.xoox.de/wp-content/uploads/Winter-300x225.jpg" alt="Winter" title="Winter" width="300" height="225" class="alignnone size-large wp-image-290" /></p>
<p>Ganz grosses Kino, der Winter dieses Jahr in Schweden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ueber den Segen der PM</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/274</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 16:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Schweden ist das Land der PM. Fuer mich jedenfalls. Und alle anderen deutschen Kollegen, die ich kenne. Kommen wir doch aus einem Land, in welchem Medizin nach natuerlich wissenschaftlichen Richtlinien aber besonders aufgrund persönlicher Erfahrung betrieben wird. 
Hier bei uns wird Medizin nach PM betrieben. Zur Erläuterung: PM ist die Abkuerzung fuer ”pro memoria” und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schweden ist das Land der PM. Fuer mich jedenfalls. Und alle anderen deutschen Kollegen, die ich kenne. Kommen wir doch aus einem Land, in welchem Medizin nach natuerlich wissenschaftlichen Richtlinien aber besonders aufgrund persönlicher Erfahrung betrieben wird. <span id="more-274"></span><br />
Hier bei uns wird Medizin nach PM betrieben. Zur Erläuterung: PM ist die Abkuerzung fuer ”pro memoria” und bezeichnet kurz gefasste aber bindende Richtlinien. In einem Krankenhaus ist ein PM das ultimativ verbindliche Mittel fuer klare Handlungsanweisungen. Wer gegen ein PM verstösst, kann sich warm anziehen, wenn etwas schiefgeht, andererseits gibt das PM eine gewisse Sicherheit, wenn man nämlich alles gemäss PM gemacht hat, kann einem keiner was. Selbst wenn der Patient stirbt. Alles gemäss PM gemacht heisst alles richtig gemacht, Pech wenn der Patient sich nicht danach richten konnte.<br />
Diese PM-Richtlinien haben Vor- und Nachteile. Die Vorteile sind schnell zusammengefasst: Ein Krankenhaus/eine Abteilung mit verbindlichen Richtlinien stellt sicher, dass alle Patienten die gleiche Behandlung bekommen, unabhängig wer gerade arbeitet ( in der Theorie jedenfalls). Ein PM gibt Hilfe und Hinweise, wenn man als Arzt/Krankenschwester mal nicht weiter weiss. Ein PM schuetzt uns, die wir mit Patienten arbeiten, denn auch wenn was schiefgeht, sind wir abgesichert, wenn wir dem PM gefolgt sind.<br />
Soviel zu den Vorteilen.<br />
Die Nachteile benötigen doch etwas mehr Platz:<br />
Zumindest bei uns in der Klinik haben die PMs dazu gefuehrt, dass man selbst als Facharzt, selbst als Oberarzt, gut und gerne sein Grosshirn abschalten kann. Warum auch nachdenken, es gibt ja eine Handlungsanweisung, die man befolgen kann, Punkt fuer Punkt fuer Punkt. Was? Der Patient findet das nicht ? Der Herr Patient ist ja wohl auch kein Arzt oder was ?<br />
Das zweite Problem ist, dass PMs wie gesagt verbindlich sind. Aber leider auch veralten können wenn sie nicht gepflegt werden. Und pflegen kann sie nur jemand, der sehr genau ueber Medizin bescheid weiss. Was wenn es keinen gibt ? Dann kommt es zum Beispiel zu der interessanten Situation, die ich gerade erlebe. Ich habe gerade die PMs unserer Suchtabteilung ueberarbeitet. Die letzte Ueberarbeitung davor war leider allerdings im Jahr 2002. Das heisst, die gesamte Klinik (zumindest im Bereich Suchtmedizin) arbeitet nach Richtlinien aus 2002. SIEBEN JAHRE ALT. Nun entwickelt sich die Medizin gelegentlich. Und ich darf sagen, dass das, was ich gerade ueberarbeitet habe, nicht nur nicht mehr aktuell und veraltet war, sondern teilweise sogar gefährlich. Aber dennoch bindende Richtlinie. Und da es ja ein PM ist, gibt es praktisch keinen, der jemals kritisch ueberlegt hat, ob der Unsinn, der da drin steht auch medizinisch in Ordnung geht.<br />
Mein Freund Hans, der als Allgemeinarzt langsam an gewissen Eigenarten des medizinischen Versorgungssystems verzweifelt, erzählte mir neulich folgende Geschichte:<br />
In Einem Gefängnis in Suedschweden versuchte sich kuerzlich ein Häftling umzubringen. Er hängte sich auf. Er wurde gefunden vom Gefängnispersonal. Diese gingen an den PM-Ordner und lasen die Handlungsanweisungen, die dort standen. Dort stand Polizei, Notarzt und Leitung verständigen und den Rettungskräften assistieren. Das taten die Mitarbeiter dann auch. Als der Notarzt eintraf hing der Häftling weiterhin in seiner Zelle aber das Gefängnispersonal hatte bereits Polizei und Leitung verständigt und hielt sich bereit zum Assistieren. Niemand hatte den Häftling abgehängt. Stand nicht im PM. Wie ich bereits versuchte zu sagen, gesunder Menschenverstand ist nicht unbedingt notwendig, wenn man fuer alles ein PM hat. Ich habe mal zum Spass gesagt, ich schreibe gerade an einem PM, wie man sich auf dem Klo richtig den Hintern abwischt. Fand keiner lustig. Die Meisten lieben ihre PM.<br />
Das Ende der obigen Geschichte ? Die Gefängnisaufseher sind natuerlich angeklagt worden, unterlassene Hilfeleistung. Und natuerlich sind sie freigesprochen worden. Sie haben ja nur das PM befolgt.<br />
Ob die Geschichte wahr ist ? Keine Ahnung. Aber sie könnte es sein. So sicher wie sicher.<br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/1fceacffb6834d04905e6ddc06202a13" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Interessante Reisetipps</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/220</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 11:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[
In Norrland, dem nördlichen und eher kuehlen Drittel von Schweden, soll es nach neuesten chinesichen Informationen eine Stadt mit 25.000 Einwohnern geben, die alles Frauen und sogar Lesbierinnen sind.
In Chako Paul City, so berichten chinesische Medien, seien Männer nicht nur unerwuenscht, sie wuerden von ausschliesslich weiblichen Polizisten ohne viel Federlesens halb tot gepruegelt werden, sollten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div></div>
<p>In Norrland, dem nördlichen und eher kuehlen Drittel von Schweden, soll es nach neuesten chinesichen Informationen eine Stadt mit 25.000 Einwohnern geben, die alles Frauen und sogar Lesbierinnen sind.</p>
<p>In Chako Paul City, so berichten chinesische Medien, seien Männer nicht nur unerwuenscht, sie wuerden von ausschliesslich weiblichen Polizisten ohne viel Federlesens halb tot gepruegelt werden, sollten sie um Einlass flehen. <span id="more-220"></span>Dies berichten diverse schwedische Zeitungen ( unter Anderem Aftonbladet <a href="http://www.aftonbladet.se/nyheter/article5923425.ab" target="blank">http://www.aftonbladet.se/nyheter/article5923425.ab</a>) mit Berufung auf den Nachrichtendienst The Local (<a href="http://www.thelocal.se/22476/20091005/" target="blank">http://www.thelocal.se/22476/20091005/</a>).</p>
<p>Sogar nicht ganz unbekannte Zeitungen wie die britische Sun fanden diese Meldung interessant (<a href="http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/2672706/Swedish-Lesbian-City-story-crashes-Chinese-internet.html" target="blank">http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/2672706/Swedish-Lesbian-City-story-crashes-Chinese-internet.html</a>). Laut Sun und Aftonbladet sei das chinesische Internet kurz vor dem Zusammenbruch, weil massenhaft chinesische Mitmenschen das Netz bemuehen um herauszufinden, wo dieser paradiesische Ort genau liegt.</p>
<p>Schwedische Offizielle sind eher ratlos, haben sie doch noch nie von einer fuer Norrland doch eher riesigen Stadt gehört, die von amazonenhaften lesbischen Frauen bevölkert ist, die Angaben zufolge ueberwiegend Holzfällerinnen sind und wie gesagt nichts männliches in ihrer Umgebung tolerieren. Gegruendet worden sei die Stadt bereits im 19. Jahrhundert von einer reichen Witwe als Zufluchtsort fuer Frauen aus ganz Schweden.</p>
<p>In Schweden macht man sich jetzt auf einen Ansturm chinesischer Turisten gefasst, die sich auf die Suche nach diesem mystischen Eldorado der Weiblichkeit machen. Lycka till oder viel Glueck, wie wir hier sagen&#8230;</p>
<p> </p>
<p> </p>
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		</item>
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		<title>Anna Odell und die schwedische Kunst</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/200</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 12:08:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Gerichtsverhandlung, die hier in Schweden viel Aufsehen erregt, in Deutschland aber weitgehend unberichtet bleibt, soll hier doch dem geneigten Leser vorgestellt werden.
Anna Odell steht vor Gericht, weil sie, Studentin der schwedischen Kunsthochschule &#8220;Konstfack&#8221;, in ihrer Abschlussarbeit verrueckt spielte. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie stellte sich nämlich im Jaunuar des Jahres nachts auf eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Eine Gerichtsverhandlung, die hier in Schweden viel Aufsehen erregt, in Deutschland aber weitgehend unberichtet bleibt, soll hier doch dem geneigten Leser vorgestellt werden.</div>
<div>Anna Odell steht vor Gericht, weil sie, Studentin der schwedischen Kunsthochschule &#8220;Konstfack&#8221;, in ihrer Abschlussarbeit verrueckt spielte.<span id="more-200"></span> Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie stellte sich nämlich im Jaunuar des Jahres nachts auf eine stockholmer Bruecke, unter sich die eiskalten Wogen des Mälarensees, warf Teile ihrer Kleidung von sich und stand leichtbekleidet herum und spielte verwirrt. Vorbeikommende Spaziergänger hielten sie folgerichtig fuer eine potenzielle Selbstmörderin und riefen die Polizei. Diese fackelte nicht lange, packte die offenbar Verwirrte ins Auto und fuhr zur psychiatrischen Notaufnahme. Dabei wehrte sich Frau Odell nach uebereinstimmenden Angaben heftig, so dass bis zu 6 Polizisten nötig waren, um sie zu halten. Sie verletzte dabei jedoch niemanden. Ein vernuenftiges Gespräch kam nicht zustande, gemäss Polizeiaussage weigerte sich Odell zu sprechen, die Kuenstlerin selbst behauptet, keiner hätte es jemals versucht.</div>
<div>In der Notaufnahme dann wurde sie ohne viel Federlesens in einem Bett festgebunden ( auf deutsch mechanische Beschränkung oder Fixierung). Auch hier, so die Kuenstlerin, habe niemand versucht, vorher oder während mit ihr zu kommunizieren. Sie erhielt eine Zwangsmedizin, eine Spritze mit Beruhigungsmittel gegen ihren Willen. Wohl mehrfach in dieser Nacht. Weiterhin niemand, der sich besonders um sie kuemmerte, ausser den ueblichen Kontrollen eben, ob Patient schläft oder wach ist oder Unsinn macht.</div>
<div>Am nächsten Tag teilte sie dem zuständigen Oberarzt mit, dass das alles nur gespielt war, ein Kunstprojekt, welches nunmehr den Namen &#8220;Okänd, kvinna 2009-349701 (Unbekannt, Frau, 2009-349701)&#8221; trägt. Teilweise zeichnete sie nämlich Szenen ihrer Verhaftung und Behandlung auf Ton- und Bildträger auf. Das Kunstwerk selbst uebrigens, ihrer Abschlussarbeit wie gesagt, fand in der Öffentlichkeit wenig Zustimmung. Undeutlich, unscharf, langweilig. Da sind Doku-Soaps bei SAT 1 sicher besser choreografiert.</div>
<div>Der Oberarzt lies die falsche Patientin nach ihrer Erklärung wieder gehen, war sauer und zeigte sie an. Die Polizei ebenfalls. Wegen allem Möglichem, wenn ich mal aus dem Schwedischen uebersetzen darf wegen falschen Alarms, Widerstands gegen die Staatsgewalt und arglistiger Täuschung.</div>
<div>Und nun also das Verfahren. Dessen Ausgang wahrscheinlich nur Anna Odell und ihren Anwalt interessiert, denn viel wichtiger ist die Diskussion hier in sämtlichen schwedischen Medien ob a.) es Kunst ist, sowas zu tun und darf man das und b.) wie schlimm ist es wirklich in der schwedischen Psychiatrie wenn solches mit eigentlich Nicht-Kranken passieren kann.</div>
<div> </div>
<div>Interessierte schwedischkönner sollten gerne mal nach &#8220;Anna Odell&#8221; googeln, selbst einige spärliche deutsche Zeitungen berichten.</div>
<div> </div>
<div>Ach so, und, obwohl dies kein Blog ist, will der geneigte Leser natuerlich meine eigene Meinung dazu hören. Also gut:</div>
<div>a.) verstehe ich nicht viel vor Kunst, schon gar nicht von Aktionskunst. Ich weiss aber nicht wie viel Kunst es ist, verrueckt zu spielen. Ihr Werk jedenfalls ist, nach erfolgter Betrachtung, ganz grosser Mist. Die Aktion selbst &#8211; verrueckt.</div>
<div>b.) In der schwedischen genau wie der deutschen Psychiatrie ist es heftig. Nachts in der Akutaufnahme. Da passiert sowas. Das ist nicht schön, fuer niemanden der Beteiligten, am allerwenigsten fuer den Patienten. Ist es wert, dass die Presse mal darueber berichtet ? Definitiv ja. Ist es Kunst, so zu spielen und daraufhin schlecht behandelt zu werden ? Definitiv &#8211; ich weiss nicht. </div>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d83376d135bb41ff893509614491cd39" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Freundlichkeit GROSSGESCRIEBEN</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Feb 2009 10:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Die Schweden sind ein Volk das uns in Sachen Höflichkeit und Freundlichkeit weit voraus ist. Ok, zugegeben, nicht besonders schwer. Eigentlich jeder ist uns diesbezueglich weit voraus. Ich nehme sogar an dass die meisten unentdeckten stellaren Zivilisationen bis hin zur Andromeda-Galaxie uns in Freundlichkeit und Höflichkeit voraus sind. Also schnell neu formuliert:

Die Schweden sind besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Schweden sind ein Volk das uns in Sachen Höflichkeit und Freundlichkeit weit voraus ist. Ok, zugegeben, nicht besonders schwer. Eigentlich jeder ist uns diesbezueglich weit voraus. Ich nehme sogar an dass die meisten unentdeckten stellaren Zivilisationen bis hin zur Andromeda-Galaxie uns in Freundlichkeit und Höflichkeit voraus sind. Also schnell neu formuliert:</p>
<p><span id="more-61"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Schweden sind besonders höflich und freundlich. Die alltägliche Freundlichkeit gab mir persönlich etwas von der Lust am Leben zurueck. Einkaufen im Supermarkt zum Beispiel. Wenn ich mich in die Schlange an der Kasse einreihe, werde ich von der Kassiererin oft aus Entfernung mit einem ”Hej” willkommengeheissen. In Deutschland war ich immer froh, wenns an der Kasse ohne gröbere Beleidigungen geklappt hat. Als ich das erste Mal im Leben in Schweden war stieg ich am Flughafen in einen Bus nach Borås. Ich hatte nur die Adresse meines Hotels bei mir. Mein Plan war, mich in Borås irgenwie bis zum Hotel durchzufragen. Aber falsch gedacht, ich habe nicht mit den Einheimischen gerechnet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">” Wo willst du hin in Borås ?” fragte mich der Busfahrer auf englisch als ich einen Fahrschein löste.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich gab ihm die Adresse meines Hotels.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Busfahrer sah sich kurz im Fahrgasraum um. Nicht viel los heute.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">” Ich stze dich vor deinem Hotel ab.” sagte er. ” Ist nur ein kleiner Umweg und du musst dann nicht lange rumsuchen.”</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Was er dann auch tat.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Selbst in traditionell etwas direkteren Bereichen wie zum Beispiel auf der Baustelle legt man Wert auf Benehmen. Ein gutes Exempel ist da folgendes Video:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/VS1gG-MLpKQ&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/VS1gG-MLpKQ&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Das Land in dem es Prinzessinnen gibt</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 19:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Fragt man meine beiden Töchter, was leider keiner tut, ist es hier ein kleines bisschen wie im Märchenland, denn immerhin gibt es Prinzessinnen. Und eine von ihnen, nämlich die älteste, darf endlich heiraten. Laut gut informierter Kreise war es der gestrenge Papa, König von Hauptberuf, Schweden, der Prinzessin Viktorias Hochzeit bislang verhinderte. Aus Sicht eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Fragt man meine beiden Töchter, was leider keiner tut, ist es hier ein kleines bisschen wie im Märchenland, denn immerhin gibt es Prinzessinnen.<span id="more-57"></span> Und eine von ihnen, nämlich die älteste, darf endlich heiraten. Laut gut informierter Kreise war es der gestrenge Papa, König von Hauptberuf, Schweden, der Prinzessin Viktorias Hochzeit bislang verhinderte. Aus Sicht eines Vaters allerdings verständlich, handelt es sich beim Zukuenftigen doch um einen Fitnesscenterbesitzer, wenig romantischer Hintergrund also fuer Königs.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Allerdings bekam Papa Kung Druck von den uebrigen Prinzessinnen, die wohl auch bald so weit sind aber erst heiraten duerfen wenn die Älteste den Sprung macht. Pfeif doch auf Fittnesscenter, Papa, nervten sie dann täglich beim königlichen Fruehstueck, hauptsache weg ist sie. Bis der Alte dann machte was Papas meistens machen wenn die Töchter quengeln: &#8220;Ok, was solls, gibt schlimmeres.&#8221;</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Nun wird der Fitnessmann auch noch Herzog von Västergötland. Au weia. Raten sie mal wo ich wohne. Und sowas wird mein Herzog. Muss ich da am Ende noch ne Jahreskarte buchen ?</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Auwei. Das vielbeschworene Ende der Monarchie naht mit grossen Schritten. Und statt Nobelpreis gibts in einigen Jahren Siegerurkunden. &#8220;Waaas?&#8221; bruellt dann der neue Koenig, &#8221; den Weltfrieden hast du erfunden aber kannst nicht mal 50 stemmen ? Fuer dich gibts nix, keine Urkunde, kein Preis. Aber schau, der Arnold hier, mit seinen Muskeln, der kriegt den Nobelpreis fuer Physisch&#8230;oder so.&#8221;</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Interessant uebrigens dass sämtliche schwedischen Zeitungen dieses freudige Ereignis zum Anlass nehmen um wieder mal ueber die Abschaffung der Monarchie zu schwafeln. Statt sich ueber die Hochzeit zu freuen. Als obs in Ländern ohne Monarchie besser wäre. Koch wurde ja auch wiedergewählt.</span></span></p>
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		<title>Echt multikulti</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 19:43:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[ Viel wird diskutiert und geschrieben in Deutschland ueber multikulturelle Lebensweisen und Gesellschaften. Hier bei uns in Suedschweden ist echt alles multikulti. Unser Freundeskreis hier besteht zum Beispiel aus wahnsinnig vielen Deutschen (haha, Deutsche im Ausland, sagt der Zuhörer), einigen Griechen und natuerlich Schweden. Die Schweden sind im uebrigen gar nicht so verschlossen und unnahbar wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Viel wird diskutiert und geschrieben in Deutschland ueber multikulturelle Lebensweisen und Gesellschaften. Hier bei uns in Suedschweden ist echt alles multikulti. <span id="more-55"></span>Unser Freundeskreis hier besteht zum Beispiel aus wahnsinnig vielen Deutschen (haha, Deutsche im Ausland, sagt der Zuhörer), einigen Griechen und natuerlich Schweden. Die Schweden sind im uebrigen gar nicht so verschlossen und unnahbar wie sie gerne selbst von sich behaupten, sondern in unserem Fall nette, aufgeschlossene, neugierige und warmherzige Menschen, die sich wirklich kuemmern wie es einem geht und ob man helfen kann. Die Griechen sehen es da etwas anders, sie haben etwas mehr Probleme mit der schwedischen Mentalität, aber die kommen auch aus einem Land mit 38 Grad Durchschnittstemperatur und wo jeder jeden irgendwie kennt.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Bei mir in der Arbeit ist es noch spannender, Psychiatrie, sie wissen schon. Auf meiner Akutstation habe ich folgende Kollegen: Oberarzt ist ein Kurde aus dem Irak. Zwei Assistenzärzte, einer aus Griechenland, eine aus Ungarn. Eine neue Ärztin als Praktikantin aus Rumänien. Vier Ärzte im Praktikum ( so ähnlich jedenfalls nach schwedischem System), die Schweden sind. Die armen Jungärzte, aber sie scheinen ganz gut mit uns zurecht zu kommen. Und schliesslich ich, aus Deutschland. Und alle sprechen mehr oder minder gutes Schwedisch.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Zwei Dinge finde ich hier anmerkenswert: Multikulti funktioniert bei uns. Wir zerreden das hier nicht wie bei den abendlichen Talkrunden im Fernsehen ueblich ist, wir akzeptieren es eben und versuchen, etwas gutes daraus zu machen. </span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Default Sans Serif, Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Und das andere: Hier sind 8 ( mit mir sogar 9) Ärzte auf einer psychiatrischen Akutstation. In Deutschland gibt es ganze Krankenhäuser, die mit diesem Stellenschluessel geleitet werden. Ob das zu viel ist ? Ich weiss nicht. Aber zumindest habe ich Zeit, meiner Ausbildungsverantwortung den juengeren Kollegen gegenueber gerecht zu werden. Wie viele können das in Deutschland von sich behaupten ? Hände bitte hoch&#8230;keiner ? Danke.</span></span></p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d4328bd7663c48bba2f7f2d5fc9f86f0" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Auch in Schweden gibt es Alkohol</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 10:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Böswillige Geruechte sagen, in Schweden gäbe es keinen Alkohol.
Stimmt natuerlich nicht.

Bloss gibt es alkoholische Getränke ueber 3,5 Prozent, also gerade mal der Gehalt einer Pausentrinkflasche eines durchschnittlichen 8-jährigen in einer deutschen Gesamtschule, nur in speziellen Hochsicherheitsgeschäften, den Systembolag. Eintritt erst ab 21, Ausweis zeigen bis mindestens 30. Echt jetzt.
Die Preise sind fuer deutsche Augen unverhältnissmässig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Böswillige Geruechte sagen, in Schweden gäbe es keinen Alkohol.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Stimmt natuerlich nicht.</p>
<p><span id="more-49"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bloss gibt es alkoholische Getränke ueber 3,5 Prozent, also gerade mal der Gehalt einer Pausentrinkflasche eines durchschnittlichen 8-jährigen in einer deutschen Gesamtschule, nur in speziellen Hochsicherheitsgeschäften, den Systembolag. Eintritt erst ab 21, Ausweis zeigen bis mindestens 30. Echt jetzt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Preise sind fuer deutsche Augen unverhältnissmässig hoch. Ein ordentliches Besäufnis &#8211; halbes Monatsgehalt etwa.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Eine interessante Alternative ist da die Eigenproduktion. Kurz nach Umzug nach Schweden besuchte ich einen Sprachkurs. Meine Lehrerin, ca. 65-jährige distinguierte Dame, legte uns bereits kurz nach Beginn des Kurses ein Rezept vor, wie man aus dem frei verkäuflichen, nichtalkoholischen schwedischen Gluehwein, Glögg genannt, etwas deutlich besseres machen kan. Meine Lehrerin fand, dieses Rezept diene nicht nur dem Erwerb unerlässlicher Sprachkenntnisse sondern auch dem Erwerb eines anständigen Rausches was wiederum eine kulturell wichtige Sache sei und deswegen dort an der Schule gelehrt werde. Angewandte Integration, sozusagen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Mein Kumpel Friedemann, mit Familie zeitgleich ausgewandert, machte sich sogleich daran, die Empfehlungen unserer Lehrerin umzusetzen. War ja quasi sowas wie ne Hausaufgabe. Um Weihnachten herum war sein Glögg dann fertiggegoren, in Plastikkanistern unterm Kuechentisch. Die erste Probe bei uns war auch ein voller Erfolg. Ich schätze Alkoholgehalt um die 50 Prozent. So ungefähr jedenfalls. Tolles Zeug also. Ich erlitt danach einen kompletten Gedächtnisverlust mit 6 Monaten Reha, aber, hej, das war die Sache auf jeden Fall wert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Friedemann und seine Frau Karin schickten mit uebrigens auch diesen Link auf eine schwedische Dokumentation auf Youtube, die eben gerade die schwedischen Alkoholgewohnheiten darstellt. Der Moderator bedient sich dabei allerdings einer etwas kreativen Sprache, die passable Englisch- und Schwedischkenntnisse erfordert. Alle anderen Interessierten sollten sich das Video dennoch ansehen, es sind einige inspirierende Tänze mit folkloristischem Einschlag zu sehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/cGnBIOI11rE&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/cGnBIOI11rE&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/8b6f068c2edc4170942fd6687aa1d20f" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/42</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 20:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Land und Leute kennenlernen ist eine wichtige Sache beim Auswandern. Es empfiehlt sich, mit grossem Ernst die lokalen Sitten und Gebräuche zu studieren, denn nur so findet man Akzeptanz und Freundschaft in der einheimischen Bevölkerung.
Ein hohes kulturelles Gut in Schweden ist die Tradition, Midsommar zu feiern. Laut Gesetz aus dem Jahre 1953 wird Midsommar immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Land und Leute kennenlernen ist eine wichtige Sache beim Auswandern. Es empfiehlt sich, mit grossem Ernst die lokalen Sitten und Gebräuche zu studieren, denn nur so findet man Akzeptanz und Freundschaft in der einheimischen Bevölkerung.<span id="more-42"></span><br />
Ein hohes kulturelles Gut in Schweden ist die Tradition, Midsommar zu feiern. Laut Gesetz aus dem Jahre 1953 wird Midsommar immer an einem Samstag (zwischen 20. und 26. Juni) gefeiert, der dem längsten Tag im Jahr am nächsten ist. Der Anlass des Festes ist umstritten aber im Allgemeinen nehmen Historiker an dass Midsommar gefeiert wird, weil der Schwede einfach keinen guten Anlass zum Feiern auslassen kann. Die Menschen im Land treffen sich zu ausgelassenen, folkloristischen Tänzen und ausgedehnten Trinkgelagen. Was, laut einiger umstrittener Historiker, wohl der urspruengliche Grund dieser feinen Tradition war.<br />
Schwedische Verteidigungspolitiker sehen uebrigens den Tag nach Midsommar als guenstigste Gelegenheit einer fremden Macht, das Land Schweden ohnen Gegenwehr zu erobern, da wirklich die gesamte Bevölkerung mit Kater im Bett liegt.<br />
Eine nahmhafte schwedische Firma nahm zum Anlass, dieses wuerdige Fest im Rahmen einer kurzen Dokumentation dem Rest der Welt nahezubringen:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Lbh3uAZ4WUM&#038;hl=sv&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Lbh3uAZ4WUM&#038;hl=sv&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<item>
		<title>Alles wird schneller</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/34</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 19:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass alles hier in Schweden verrueckt nach Melodifestival ist, habe ich schon geschrieben. Melodifestival ist bei uns bekannt als European Song Contest, frueher Grand Prix Eurovision de la Chanson, oder besser gesagt nicht bekannt denn das was wir aus Deutschland ins internationale Rennen schicken ist nicht einmal mehr peinlich. Gibt es einen Superlativ von peinlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span lang="SV">Dass alles hier in Schweden verrueckt nach Melodifestival ist, habe ich schon geschrieben. Melodifestival ist bei uns bekannt als European Song Contest, frueher Grand Prix Eurovision de la Chanson, oder besser gesagt nicht bekannt denn das was wir aus Deutschland ins internationale Rennen schicken ist nicht einmal mehr peinlich. <span id="more-34"></span>Gibt es einen Superlativ von peinlich ? Sicher. Am Peinlichsten ? Peinlichst ? Wie auch immer, wir schneiden jedenfalls immer peinlichst ab.</span></div>
<div><span lang="SV">Die Schweden betreiben dagegen ihre Teilnahme mit grossem Ernst und wachsender Begeisterung. Einschaltquoten von mehreren tausend Prozent schon bei den nationalen Vorausscheidungen sind da keine Seltenheit. Die Teilnehmer sind zumindest hier bereits jetzt schon Stars.</span></div>
<div><span lang="SV">Vor einer Woche war die Vorausscheidung in Göteborg. Natuerlich sass alles vor dem Bildschirm. Selbst Melissa durfte aufbleiben was fuer eine Vierjährige schon ein prägendes Erlebnis sein duerfte. Wahrscheinlich muss sie das dann in 20 Jahren beim Psychotherapeuten irgendwie aufarbeiten&#8230;aber lassen wir das.</span></div>
<div><span lang="SV">Die SängerInnen waren alle passabel bis sehr gut. Ein besonders schönes Lied darf ich dem deutschen Publikum jedoch nicht vorenthalten und ich bin eigentlich ganz froh, wenn es dieses Lied nicht bis nach Moskau schafft. </span></div>
<p><span lang="SV">Googelt mal nach  &#8221;Caroline af Ugglas&#8221; und &#8220;snälla&#8221;. Leider hat Youtube das Video entfernen muessen. Also selber suchen. Das Lied heisst &#8220;Snälla ! Snälla ! Snälla!&#8221;.</p>
<p>Tolle Stimme oder (fuer die, die gegoogelt haben)? Hat was von Joan Baez in juengeren Jahren. Nichts verkehrt mit dem Lied also, sicher besser als alles was wir in den letzten 10 Jahren im Angebot hatten.</p>
<p>Und dann singt die Dame auch einen Text der ganz ok ist. &#8221; Bitte, bitte, bitte !&#8221; heisst die Uebersetzung ins Deutsche. Auch ok. Eigentlich.</p>
<p>Leider heisst &#8220;bitte&#8221; in diesem Zusammenhang auf schwedisch &#8220;snälla&#8221; und das Lied mit dem Titel &#8221; Snälla, snälla, snälla !&#8221; wird von deutschsprachlichen Mitmenschen eher als Eigenaufforderung der Sängerin interpretiert, doch mal endlich mit dem Tempo in Gang zu kommen.</p>
<p>Wo doch das Lied wirklich nicht besonders temporeich ist.</p>
<p>Lachnummer also garantiert in den deutschsprachigen Ländern. &#8220;Sweden zero points from Germany.&#8221; Nein, das wollen wir nicht. Hat die Sängerin nicht verdient. Dann soll sie lieber schon bei den Vorausscheidungen verlieren.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p></span><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c13b9ab14fdb417c96fa61936f03766d" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<title>Melodiefestival</title>
		<link>http://www.xoox.de/archives/9</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 19:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden-mal was anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Grand Prix Eurovision de la Chanson heisst hier in Schweden Melodiefestival. Klingt einfach, ist aber der grösste Reisser den man sich vorstellen kan. Bereits im Februar beginnen die nationalen Vorausscheidungen zur Auswahl des Kuenstlers/Gruppe, die schliesslich das Land international vertreten darf. Das ganze System der Vorausscheidungen ist so kompliziert, dass der Konstruktör prompt im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span lang="SV">Der Grand Prix Eurovision de la Chanson heisst hier in Schweden Melodiefestival. Klingt einfach, ist aber der grösste Reisser den man sich vorstellen kan. Bereits im Februar beginnen die nationalen Vorausscheidungen zur Auswahl des Kuenstlers/Gruppe, die schliesslich das Land international vertreten darf. Das ganze System der Vorausscheidungen ist so kompliziert, dass der Konstruktör prompt im Jahr darauf den Nobelpreis fuer komplexe Systemmathematik bekam.<span id="more-9"></span> Oder zumindest auf der Auswahlliste stand. Oder hätte stehen muessen. Vereinfacht erklärt finden Vorausscheidungen in regelmässingen Abständen in allen grösseren Städten des Landes statt, beste Sendezeit in Kanal 1, schwedisches Staatsfernsehen, Samstagabend. Und in einem recht bevölkerungsarmen Land wie Schweden zählt man schon als grössere Stadt wenn man einen Kiosk als merkantiles Zentrum aufweisen kan. Also viele Vorausscheidungen an vielen Samstagen und irgendwann die Endausscheidung in Stockholm. Wer es bis dorthin geschafft hat, ist hier bereits ein Superstar. Die Einschaltquoten bewegen sich stets um rund 110 Prozent. Die zehn Prozent zuviel kommen sicherlich von den norwegischen Schwarzguckern an der Grenze. Man sollte nach Möglichkeit nicht versuchen, während der Sendung mit Schweden Kontakt aufzunehmen. Vielleicht mit Ausnahme der Geburtshilfe, bei Notwendigkeit. Aber auch da kan man vielleicht diskret etwas die Wehen verlängern. Wer marodiern, pluendern oder brandschatzen als Hobby hat sollte seine Aktivitäten in diese Zeit hinein verlagern fuer ungestörten Genuss.</p>
<p>Aber in Punkto nationale Begeisterung fuer Musik können wir Deutschen uns wirklich ein Beispiel an unseren Nachbarn nehmen. Also: mehr Anstrengungen nächstes Mal, Deutschland!</p>
<p></span></p>
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		</item>
	</channel>
</rss>
