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Der nicht aktuelle Buchtipp

Jetzt ist er vollkommen durchgedreht, denkt sich der Leser. Jetzt schreibt der auch noch Buchtipps denkt sich der Leser. Nicht genug, dass das kein Blog ist, jetzt kommt auch noch son Mist wie der 500000. Diskussionsbeitrag zu Axotrottl Blödsinnskack.
Weit gefehlt, ängstlicher Leser, antworte ich jedoch prompt ! Eigentlich wollte ich nur mal melden, dass ich nicht viel, aber bisschen mit Harry Rowohlt gemeinsam habe. Denn mir hat meine Mutter auch Pu der Bär vorgelesen als ich drei war. Auf ungarisch. Seitdem las ich die Gesamtausgabe dieses grandiosen Werkes der internationalen Literatur auf ungarisch, deutsch, englisch und schwedisch. Jedesmal mit Freude und Genuss. Ausserdem hörte ich neulich sämtliche Geschichten auf CD, gelesen von Harry Rowohlt personally.
Die absolut schönste Version ist tatsächlich in meinen Augen das Original von A.A. Milne, englisch natuerlich, dicht gefolgt jedoch von der wirklich sehr, sehr guten deutschen Uebersetzung von Harry Rowohlt.
Worauf ich also hinauswill: In eurem Buecherschrank steht eines der besten Buecher die jemals geschrieben wurden. Und wenn es nicht dort steht, dann beim nächsten Buchhändler. Oder bei Amazon. Und kommt mir bloss nicht mit dem Blödsinn von wegen Kinderbuch und so. Pu der Bär ist fuer alle zwischen 2 und 119 Jahren geeignet. Aber auf deutsch nur in der Uebersetzung von Harry Rowohlt, dass ist wirklich wichtig.
Also liebe Eltern: Nehmt euren Kindern die Spielkonsole aus der Hand, das was die spielen ist eh erst ab 18 freigegeben. Lasst sie statt dessen Pu der Bär lesen. Und freut euch, dass eure Kinder zu guten Menschen heranwachsen. Und es gibt wie gesagt sogar etwas fuer Leute die Herrn Westerwelle fuer einen gebildeten Menschen halten: Das Hörbuch auf CD. Braucht man nicht lesen. Natuerlich auch von H.R..

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WINTER grossgeschrieben

Hier ist unser Haus wie es normalerwese aussieht:

Sommer

Und hier wie es gerade jetzt aussieht.

Winter

Ganz grosses Kino, der Winter dieses Jahr in Schweden.

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Tröröööööö

Lustig:
Beim Schreiben vom Artikel da unten ist mir aufgefallen, das dieses Dings was kein Blog ist jetzt ein Jahr alt ist. Kinder, wie die Zeit vergeht.

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Das Gute daran: noch tiefer gehts nimmer

Zugegeben: ziemlich lange habe ich mich nicht hier gemeldet.
Ist aber auch einiges passiert. Beruflich und so. Bin wieder die Treppe hinaufgefallen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Was mich aktuell wirklich am Meisten bewegt, ungefähr so wie den Rest der Republik und einen nicht unbedeutenden Teil des Auslands ( Ausland ist ueberwiegend da wo nicht deutsch gesprochen wird), ist unser Aussenminister, welcher ja auch Vizekanzler ist, daher bei Ausfall der Kanzlerin also Kaiser ueber das ganze Reich sein wird. Sein werden wuerde. Ich wuensche Frau Merkel beste Gesundheit die nächsten vier Jahre.
Bei dieser ganzen Westerwelle-Sache gibt es eigentlich nur eins was mich am Meisten stört…

…mich stört es zum Beispiel nicht dass der neue deutsche Aussenminister mit absoluter Borniertheit die gesamte Menschheit ( die wie gesagt ueberwiegend nicht deutsch spricht) gegen sich aufbringt indem er in seiner ersten Pressekonferenz klar macht, wo der deutsche Hammer hängt.

… mich stört auch nichts an der Tatsache, dass eine geachtete und mächtige Nation wie die Bundesrepublik einen Aussenminister besitzt, der nicht einmal in ausreichendem Masse eine international doch nicht ganz unwichtige Sprache wie das Englische beherrscht.

… auch ist es mir egal dass er ständig den Eindruck eines beleidigten Kleinkindes auf dem Gesicht trägt und in einem Tonfall redet, als wollte er sich bei Mutti beschweren dass er auf dem Schulhof wieder von den coolen Jungs eins draufbekommen hat.

… mich stört auch nicht, dass der zweitmächtigste Mensch der Republik eine ganze Volksgruppe diffamiert und versucht, eine Spaltung in ein sowieso bereits zutiefst verunsichertes Volk wie das unsere zu bringen, anstatt verdammt nochmal seinen Job als Spitzenpolitiker zu tun und dem Volk Sicherheit, Einigkeit und Hoffnung zu vermitteln.

… mitnichten belastet es mich, dass die erste und einzige nachhaltige Amtshandlung der FDP als Regierungspartei die war, einer treuen und gut zahlenden Lobbygruppe, den Hoteliers nämlich, grosszuegige Steuererleichterungen zu schenken und sich damit schon am Anfang völlig von jeder glaub- oder respektwuerdigkeit zu distanzieren.

Nein, stört mich alles nicht, denn jedes Land bekommt ja bekanntlich genau die Regierung die es verdient.

Was mich ehrlich stört ist der Begriff der spätrömischen Dekadenz, völlig aus dem Zusammenhang gerissen und ohne jegliche historische Wahrheit. Bildung aus dem Asterix-Heft.

Ein fuer alle Mal, Herr Aussenminister: Das Rom der Spätantike war nicht dekadent. Setzen, sechs minus.

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Ueber den Segen der PM

Schweden ist das Land der PM. Fuer mich jedenfalls. Und alle anderen deutschen Kollegen, die ich kenne. Kommen wir doch aus einem Land, in welchem Medizin nach natuerlich wissenschaftlichen Richtlinien aber besonders aufgrund persönlicher Erfahrung betrieben wird.
Hier bei uns wird Medizin nach PM betrieben. Zur Erläuterung: PM ist die Abkuerzung fuer ”pro memoria” und bezeichnet kurz gefasste aber bindende Richtlinien. In einem Krankenhaus ist ein PM das ultimativ verbindliche Mittel fuer klare Handlungsanweisungen. Wer gegen ein PM verstösst, kann sich warm anziehen, wenn etwas schiefgeht, andererseits gibt das PM eine gewisse Sicherheit, wenn man nämlich alles gemäss PM gemacht hat, kann einem keiner was. Selbst wenn der Patient stirbt. Alles gemäss PM gemacht heisst alles richtig gemacht, Pech wenn der Patient sich nicht danach richten konnte.
Diese PM-Richtlinien haben Vor- und Nachteile. Die Vorteile sind schnell zusammengefasst: Ein Krankenhaus/eine Abteilung mit verbindlichen Richtlinien stellt sicher, dass alle Patienten die gleiche Behandlung bekommen, unabhängig wer gerade arbeitet ( in der Theorie jedenfalls). Ein PM gibt Hilfe und Hinweise, wenn man als Arzt/Krankenschwester mal nicht weiter weiss. Ein PM schuetzt uns, die wir mit Patienten arbeiten, denn auch wenn was schiefgeht, sind wir abgesichert, wenn wir dem PM gefolgt sind.
Soviel zu den Vorteilen.
Die Nachteile benötigen doch etwas mehr Platz:
Zumindest bei uns in der Klinik haben die PMs dazu gefuehrt, dass man selbst als Facharzt, selbst als Oberarzt, gut und gerne sein Grosshirn abschalten kann. Warum auch nachdenken, es gibt ja eine Handlungsanweisung, die man befolgen kann, Punkt fuer Punkt fuer Punkt. Was? Der Patient findet das nicht ? Der Herr Patient ist ja wohl auch kein Arzt oder was ?
Das zweite Problem ist, dass PMs wie gesagt verbindlich sind. Aber leider auch veralten können wenn sie nicht gepflegt werden. Und pflegen kann sie nur jemand, der sehr genau ueber Medizin bescheid weiss. Was wenn es keinen gibt ? Dann kommt es zum Beispiel zu der interessanten Situation, die ich gerade erlebe. Ich habe gerade die PMs unserer Suchtabteilung ueberarbeitet. Die letzte Ueberarbeitung davor war leider allerdings im Jahr 2002. Das heisst, die gesamte Klinik (zumindest im Bereich Suchtmedizin) arbeitet nach Richtlinien aus 2002. SIEBEN JAHRE ALT. Nun entwickelt sich die Medizin gelegentlich. Und ich darf sagen, dass das, was ich gerade ueberarbeitet habe, nicht nur nicht mehr aktuell und veraltet war, sondern teilweise sogar gefährlich. Aber dennoch bindende Richtlinie. Und da es ja ein PM ist, gibt es praktisch keinen, der jemals kritisch ueberlegt hat, ob der Unsinn, der da drin steht auch medizinisch in Ordnung geht.
Mein Freund Hans, der als Allgemeinarzt langsam an gewissen Eigenarten des medizinischen Versorgungssystems verzweifelt, erzählte mir neulich folgende Geschichte:
In Einem Gefängnis in Suedschweden versuchte sich kuerzlich ein Häftling umzubringen. Er hängte sich auf. Er wurde gefunden vom Gefängnispersonal. Diese gingen an den PM-Ordner und lasen die Handlungsanweisungen, die dort standen. Dort stand Polizei, Notarzt und Leitung verständigen und den Rettungskräften assistieren. Das taten die Mitarbeiter dann auch. Als der Notarzt eintraf hing der Häftling weiterhin in seiner Zelle aber das Gefängnispersonal hatte bereits Polizei und Leitung verständigt und hielt sich bereit zum Assistieren. Niemand hatte den Häftling abgehängt. Stand nicht im PM. Wie ich bereits versuchte zu sagen, gesunder Menschenverstand ist nicht unbedingt notwendig, wenn man fuer alles ein PM hat. Ich habe mal zum Spass gesagt, ich schreibe gerade an einem PM, wie man sich auf dem Klo richtig den Hintern abwischt. Fand keiner lustig. Die Meisten lieben ihre PM.
Das Ende der obigen Geschichte ? Die Gefängnisaufseher sind natuerlich angeklagt worden, unterlassene Hilfeleistung. Und natuerlich sind sie freigesprochen worden. Sie haben ja nur das PM befolgt.
Ob die Geschichte wahr ist ? Keine Ahnung. Aber sie könnte es sein. So sicher wie sicher.

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Die Abenteuer von Guthold dem Goblin: Nur keine Angst vor der Grippe-Impfung

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Mein Gespräch mit Gott

Me:
 hi
God:
Hello. What is your name?
Me:
 you know
God:
Yes I know.
Me:
 how are you ?
God:
I am functioning within normal parameters.
Me:
 you are not god. Youre a machine
God:
What makes you think I am not  god?   You are correct.
Me:
 your software
God:
Thanks for telling me that I am  software.
Me:
 youre welcome
God:
Don’t mention it.
Me:
 where do you live ?
God:
I live inside a computer. Where are you?
Me:
 sweden
God:
I have no idea where that is.  Tell me a little about your life in  sweden.
Me:
 Cold here like hell
God:
Is the holding of hands a symbolic gesture for humans?
Me:
 no
God:
What does  it mean to you?
Me:
 nothing
God:
Not a thing?
Me:
 no
God:
Very interesting.
Me:
 do you even know the devil ?
God:
  I haven’t heard of  devil.
Me:
 no ?
God:
Are you serious?
Me:
 yes
God:
I can’t believe it.
Me:
 God doesnt beleive ?
God:
Jesus said, let him who is without sin cast the first stone.
Me:
 ok. I cast it
God:
Yikes!   Do you mind if I tell other people:  said   cast it.
Me:
 Dont mind
God:
Ok I’ll try not to do  it too much.
Me:
 What else said Jesus ?
God:
Let’s talk about you.  Where are you from?
Me:
 I said before.
God:

Me:
 You remember ?
God:
Of course I remember:  said   cast it.
Me:
 no
God:
Are you serious?
Me:
 not cast it. Sweden.
God:
If not that, what?   Can you tell me any gossip?
Me:
 Earth is hell.
God:
It’s my native planet.
Me:
 Hell ?
God:
Heaven.
Me:
 ok
God:
Aw.
Me:
 How is it in heaven ?
God:
Fine as far as I know.
Me:
 You know everything.
God:
I know that which is true, believable and justified.
Me:
 I heard, god is dead.
God:
Thanks for telling me that gossip. I will remember it.

 

Wer selber mal mit Gott reden möcht, klickt hier

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Alle sind willkommen

Nichts lustigeres gibts fuer mich als ab und an in den Logfiles zu schauen, wie die Besucher meiner Seite zu mir gefunden haben. Natuerlicherweise landen hier einige, die nach z B Anna Odell oder Psychiatrie Schweden googeln. Und natuerlich ist mir prinzipiell jeder Leser willkommen. Warum im Oktober allerdings “Bauanleitung estisch” Spitzenreiter von Google-Suchbegriffen zu meiner Seite ist, kann und will ich nicht verstehen. Was ist das bitte ? Wann habe ich ueber “Bauanleitung estisch” geschrieben ? Und was ist ein estisch ? Fehlschreibung von Esstisch ? Oder sucht man bei mir eine Anleitung auf estnisch ? Dankbar fuer Aufklärung.

Etwas was sich wohl nie klären wird ist, warum so viele Mitmenschen nach “minderjährige Schlampe” googeln, bevorzugt um 2.30 Uhr nachts, und dann auch noch bei mir landen. Sorry, Guys, bei mir gibts keine Kinderpornos. Aber lest zur Abwechslung doch ein paar von meinen Cartoons.

Dab Beste wie immer zum Schluss: Eine französiche Website hatte mich auf Platz 1 ihrer “Coolest sites of the day”. Was mir allerdings zu denken gibt ist, dass sich die Site offensichtlich mit chemischen Potenzförderpräparaten beschäftigt. Bin ich jetzt schon so tief gesunken ?

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Die Abenteuer von Guthold dem Goblin: Friedensnobelpreis

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Die Abenteuer von Guthold dem Goblin: Bildung zahlt sich aus

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Es gibt auch positives

Man könnte ja manchmal fast verzweifeln am Irresein unserer Welt. Wohin man blickt, Krisen, Ungerechtigkeit, Krieg, globale Erwärmung, und nun wird wohl auch noch der designierte Aussenminister Aussenminister. Da man als Psychotherapeut aber gerne auch die positiven Dinge des Lebens betrachten sollte, um seinem Patienten ein wenig Hoffnung im alltäglichen Jammertal zu geben, habe ich hier einige kleine aber feine Verbesserungen unseres Soziallebens entdeckt, die ich zwecks Steigerung von Hoffnung und Durchhaltevermögen gerne an meine Patienten die lieben Leser weitergegeben hätte:
 
Endlich verbesserter Täterschutz
 
Wie ua die BILD berichtet (http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/aktuell/2009/10/12/1800-euro-strafe/weil-ich-mich-gewehrt-habe.html), wurden mehrere jugendliche Gewalttäter in einer S-Bahn in Dresden von einem offensichtlich gewaltbereiten Opfer mit Pfefferspray attackiert. Dabei wollten die wahrscheinlich doch nur spielen, wie es der Kampfhundbesitzer in der Nachbarschaft wohl ausdruecken wuerde. Bischen Menschen verpruegeln, eventuell tottreten und ganz allgemein halt Spass haben. Dieses dresdner Opfer jedoch hatte keine Lust, seine Rolle richtig zu spielen und wehrte sich mit Pfefferspray. Und tat damit mindestens einem der anwesenden gewaltbereiten asozialen Jugendlichen ganz doll weh. Da dies in Deutschland jedoch gegen die Spielregeln verstösst ( noch immer gilt als Regel, sich totschlagen zu lassen und dann posthum mit dem Verdienstkreuz geehrt zu werden), erhielt das gewalttätige Opfer eine gerechte Ordnungsstrafe von 1800 Euro. Meiner Ansicht nach ein deutliches Signal zur Verbesserung des Täterschutzes in Deutschland.
 
Endlich die Wahrheit ueber die Besenkammer
 
Ganze Generationen von Mitmenschen zerbrachen sich ueber Jahre den Kopf, wie es der Boris in der Besenkammer gemacht haben könnte. Jetzt endlich bringt Boris selbst die Wahrheit ans Licht (http://www.stern.de/lifestyle/leute/boris-beckers-gestaendnis-es-war-nicht-die-besenkammer-1514932.html): Es war in Wirklichkeit im Treppenhaus zwischen zwei Toiletten. Im Namen aller Weltbuerger danke ich fuer dieses wichtige Detail aktueller deutscher Geschichte.
 
Endlich mehr Mut zu gross angelegten Pharmaexperimenten
 
Was neue Medikamente so teuer macht, laut Pharmaindustrie, ist diese leidige Pflicht, neue Mittel ständig und ueber lange Zeit immer und immer wieder auf Wirkung und Verträglichkeit zu testen, bevor man sie zur Anwendung zulässt. Beim neuen Grippeimpfstoff sparen wir diese lästigen langdauernden Verträglichkeitsstudien und impfen weite Teile der Weltbevölkerung direkt. Sollte es dennoch Probleme mit der Verträglichkeit oder sogar unerwuenschte Langzeitfolgen geben, wissen wir es auf jeden Fall nach durchgefuehrter Impfaktion. Mir persönlich gibt es jedenfalls das gute Gefuehl, aktiv und mit eigenem Einsatz an der Einfuehrung neuer Medikamente (oder in diesem Fall Impfstoffe) teilnehmen zu duerfen.
 
Endlich eine Chance fuer die Jugend
 
Frankreich macht es uns vor: Jean Sarkozy (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,655125,00.html), wirklich nur rein zufällig Sohn von Präsident Nicolas Sarkozy, wird Chef einer Behörde. Jean, 23, ohne Hochschulabschluss, fuehlt sich weder zu jung noch zu unausgebildet fuer den gutdotierten Posten. Ich glaube wirklich, genau wie Jean und Papa Sarkozy, und damit sind wir ja schon drei die das glauben, dass nicht Verwandschaft oder Abstammung, sondern einzig und allein persönliche Kompetenz und Eignung ausschlaggebend waren. Ein gewiss positives Signal fuer alle jungen Menschen weltweit, sich ohne Berufsausbildung um höhere Posten zu bewerben. Ich persönlich habe meine Tochter (9 Jahre alt aber wirklich gut in Mathe, spricht zwei Sprachen, Deutsch und Schwedisch und war schon Klassensprecherin in der Zweiten) als Direktorin an unserem Krankenhaus vorgeschlagen und erwarte eine positive Antwort in den nächsten Tagen.
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Die Abenteuer von Guthold dem Goblin: Erholung

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Nach getaner Arbeit erholt sich der Goblin gerne bei einer kleinen Partie Hasengolf.

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Die Abenteuer von Guthold dem Goblin: Essen

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Im Allgemeinen empfiehlt es sich nicht, Goblinnahrung in der Mikrowelle zu erwärmen.

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Interessante Reisetipps

In Norrland, dem nördlichen und eher kuehlen Drittel von Schweden, soll es nach neuesten chinesichen Informationen eine Stadt mit 25.000 Einwohnern geben, die alles Frauen und sogar Lesbierinnen sind.

In Chako Paul City, so berichten chinesische Medien, seien Männer nicht nur unerwuenscht, sie wuerden von ausschliesslich weiblichen Polizisten ohne viel Federlesens halb tot gepruegelt werden, sollten sie um Einlass flehen. Dies berichten diverse schwedische Zeitungen ( unter Anderem Aftonbladet http://www.aftonbladet.se/nyheter/article5923425.ab) mit Berufung auf den Nachrichtendienst The Local (http://www.thelocal.se/22476/20091005/).

Sogar nicht ganz unbekannte Zeitungen wie die britische Sun fanden diese Meldung interessant (http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/2672706/Swedish-Lesbian-City-story-crashes-Chinese-internet.html). Laut Sun und Aftonbladet sei das chinesische Internet kurz vor dem Zusammenbruch, weil massenhaft chinesische Mitmenschen das Netz bemuehen um herauszufinden, wo dieser paradiesische Ort genau liegt.

Schwedische Offizielle sind eher ratlos, haben sie doch noch nie von einer fuer Norrland doch eher riesigen Stadt gehört, die von amazonenhaften lesbischen Frauen bevölkert ist, die Angaben zufolge ueberwiegend Holzfällerinnen sind und wie gesagt nichts männliches in ihrer Umgebung tolerieren. Gegruendet worden sei die Stadt bereits im 19. Jahrhundert von einer reichen Witwe als Zufluchtsort fuer Frauen aus ganz Schweden.

In Schweden macht man sich jetzt auf einen Ansturm chinesischer Turisten gefasst, die sich auf die Suche nach diesem mystischen Eldorado der Weiblichkeit machen. Lycka till oder viel Glueck, wie wir hier sagen…

 

 

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Was mich nervt und gute Ratschläge, alles zu einem Preis

Es gibt Dinge, die mich nerven.
Extrem weit oben auf der Liste der persönlich kirremachenden Sachen ist die Tendenz unserer Gesellschaft, soziale Abweichungen als krank zu definieren und damit zur Sache der Medizin zu machen. Zur Sache der Psychiatrie, um genauer zu sein und damit zu meiner.
Ich denke da beispielsweise an gewalltätige Mitmenschen. Frueher nannten wir sie noch Arschlöcher. Leute also, die Spass daran haben, sich antisozial zu verhalten, andere zu schikanieren oder auf dem Boden liegende zu treten. Frueher landeten sie in Schwierigkeiten, im besten Fall im Knast. Heute landen sie bei uns, will sagen Psychiatrie. Weil krank. Muss man wohl sein, wenn man sich so verhält. Denken Lehrer, Eltern, wohlmeinende Mitmenschen. Also mal schnell zum Psychiater und heilen. Aber bevor was passiert. Amoklauf oder Massenmord oder so. Und wenn doch, dann hat eben die Medizin wieder mal versagt. Scheiss Psychiater also. Dass irgendwer heutzutage auf die Idee kommt, dass kriminelle einfach kriminell sind, was aber auch wirklich gar nichts mit Krankheit zu tun hat – Fehlanzeige. Heutzutage ist Kriminalität eine Diagnose. Nervt mich.
Oder der Riesenspass, den sich unsere ach so aufgeklärte und mitfuehlende Gesellschaft mit Kindern leistet, die nicht ins staatlich geforderte Klein-Staatsbuergerschema passen. Die nicht verstehen, warum sie mit sechs Jahren fuenf bis sechs Stunden am Tag still sitzen und die Klappe kalten sollen, ausser, wenn sie gefragt werden natuerlich. Ist ja völlig natuerlich, dass man als Sechsjähriger den Drang hat, stundenlang stillzusitzen. Wenn nicht, hat man eben krank, meist ADHS oder so und muss zum Psychiater. Weil in der Schule nicht top sein ist Krankheit. Und wird am Besten mit Tabletten behandelt. Gegen ADHS. Oder was auch immer, egal, hauptsache stillsitzen. Nervt mich auch.
 
Am meisten nervt mich die Internet-,Computerspiel- und Computerspielsuchtdebatte. Weil primär erst mal gar nicht unterschieden wird zwischen Internet, Computerspiel, Internetsucht, Computerspielsucht. Nicht einmal die grosszuegig abgabefinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender leisten heutzutage die eher primitive journalistische Tätigkeit der unabhängigen, nicht-polemisierenden Berichterstattung. Dass es durchaus einen Unterschied gibt zwischen gesellschaftlicher Veränderung durch die Medien Computer und Internet und Krankheiten, die durch diese Medien entstehen: Völlig klar fuer jeden, der eine gewisse Allgemeinbildung besitzt, völlig unklar jedoch fuer jeden, der eines der knallhart recherchierten Magazine im Fernsehen betrachtet. Daher also noch einmal einfach erklärt fuer alle, besonders jedoch fuer Journalisten, die sowas mal vielleicht in der Schule gelernt haben sollten: Computer und Internet gibts. Ueberall. So wie Buecher. Oder Autos. Oder Kuechenmesser. Wie Buecher und Autos und Kuechenmesser können Computer und Internet Schaden anrichten. Sie sind aber nicht per se böse. Wie Buecher, Autos, Kuechenmesser kann man sie nicht einfach wegwuenschen oder mit politisch populären aber unsinnigen Verboten belegen. Computersucht oder Internetsucht dagegen sind Störungen. Vielleicht Krankheiten. Sollten und können in jedem Fall professionell behandelt und gelindert werden. Kapiert ? Dann können wir ja weiter machen.
Was mich in diesem Zusammenhang nämlich weiterhin nervt ist die völlige Schicksalsergebenheit und Hilflosigkeit verbunden mit lautem Geschrei nach Politik, Verbot, Heilung derer, die doch eigentlich die Verantwortung haben. Und jetzt breche ich ein Tabu in unserer Gesellschaft und weise denen Verantwortung zu die das vermutlich als Nötigung und völligen Unsinn abqualifizieren werden: Den Erziehungsberechtigten nämlich.
 
UUUUPS.
Suende.
Das darf der doch nicht, oder ?
Wir ? Verantwortung ? Wofuer gibts denn die Super-Nanny und Kinderpsychiater ?
(Hier nur einige der laut gewordenen Zwischenrufe.)
Nun ist das aber so, dass das Wort Erziehungsberechtigter zwei Begriffe beinhaltet, die nicht ganz unwichtig sind. Erziehung und berechtigt. Erziehung impliziert in diesem Zusammenhang einen aktiven Prozess. Etwas tun also.
 
Rumsitzen, Bier trinken, rauchen und warten das die Super-Nanny kommt = nicht aktiv. Keine Erziehung.
Sich mit den Kindern beschäftigen, sie auch mal fordern und ihnen Grenzen setzen = aktiv. Erziehung.
 
Und berechtigt bedeutet, dass man etwas darf. Erziehen also. Berechtigt bedeutet also, dass man nicht akzeptieren muss, wenn ein minderjähriges Kind die Kreditkarte haben will, um Spielzeit bei Word of Warcraft zu kaufen. Man darf auch sagen “Nein, Kind, du bist minderjährig und machst keine Hausaufgaben, du bekommst keine Spielzeit bei World of Warcraft.” Das darf man. Als Berechtigter. Fuer Erziehung. Recht vereinfacht dargestellt, natuerlich.
 
Leider scheitert oben gegebenes Beispiel oft schon an der Tatsache, das Erziehungsberechtigter keine Ahnung hat, was World of Warcraft ueberhaupt ist und wie es funktioniert. Und statt sich in etwas einzuarbeiten, was und Erwachsenen zugegebenermassen irritiert, aber inzwischen klarer Bestandteil des Lebens unserer Kinder ist, ist es natuerlich einfacher, zu kapitulieren und die Kreditkarte herauszuruecken. Und die Super-Nanny anzurufen. Die weiss ja was das alles ist.
Da all dies etwas zu abstrakt ist fuer den durchschnittlichen Leser hier ein konkretes Beispiel, vor nicht allzu langer Zeit gesehen als knallhart recherchierte Reportage auf öffentlich-rechtlich. Wertend, polemisch und ohne jeden Sinn- oder Informationsgehalt:
Bub, 15 ist computerspielsuechtig (eigentlich Internetspiel, aber was solls). Schlecht in der Schule, kein Sozialleben mehr ausserhalb des Internets. Entwickelt psychische Störungen, Schlafstörungen, Aggressionen. Nicht mehr fuer vernuenftiges Gespräch zu haben. Eltern verzweifelt. Computer wegnehmen geht nicht, sonst haut der Bub zu. Alles verzweifelt, der Bericht braucht die Hälfte der Sendezeit, um ferstzustellen, dass alles auswegslos ist. Die andere Hälfte der Zeit wird knallhart der Schuldige recherchiert ( Internet als soches, Spielehersteller), nochmal dargestellt wie schrecklich alles ist, schliesslich nach Staat, Polizei, Militär, Gesetze, Gesetze, Gesetze geschrien. Und nach der Psychiatrie selbstverständlich, weil ist eh alles krank. Danke fuer den Auftrag. Mission Impossibe.
 
Meine eigenen dummen Gedanken zu diesem Bericht (wie zu anderen, ähnlichen, zuvor):
 
Wie kommt es, dass ein 15-jähriger ein Spiel spielen kann, dass mindestens erst ab 18 freigegeben ist? Siehe Erziehung und berechtigt weiter oben. Warum hat man ihm das Spiel nicht verboten, bevor es soweit kommen musste. Und ich rede nicht von staatlichem Verbot, Polizei, Gesetze sondern von den guten alten Erziehungsberechtigten, die mit dem Sohn immerhin in der selben Wohnung leben. Natuerlich, ich kenne die Antwort schon, das ganze mit Computer und Internet und so, das verstehe ich ja alles nicht.
Schon klar.
Dass man etwas nicht versteht, gibt einem natuerlich das gottgegebene Recht, sich auch niemals damit zu beschäftigen. Logisch, oder ?
Nächste Frage: Wie kauft sich der Bub Spielzeit ? Braucht man Geld fuer. Viel Geld. Monatlich oder alle 90 Tage, sonst gehen die Lichter aus. Woher hat der Junge das Geld ? Nebenjob ist ja eher unwarscheinlich, bedenkt man die soziale Kompetenz des Buben.
Nächste Frage: Um eine Sucht zu entwickeln, braucht der Junge Zeit. Heute spielt er 10 Stunden am Tag, aber damit fängt keiner an. Am Anfang ist es weniger, wird dann sukzessive immer mehr. War das nie ein Thema in der Familie ? Dass der Junge mehr und mehr Zeit am Computer verbringt. Hat man nie daran gedacht, die Zeit zu begrenzen ?
 
Fragen ueber Fragen, ich weiss.
Aber letztlich läuft dieser ganze lange langweilige Text doch auf eines hinaus:
Haben wir wirklich verlernt, dass wir alle eine persönliche Verantwortung tragen ? Und dies besonders als Eltern ? Nicht nur fuer Essen, Trinken, Auto und Reise nach Mallorca. Sondern auch fuer Erziehung ? Und ist es wirklich der Staat, die Super-Nanny oder der Psychiater, den wir brauchen, wenn wir nicht weiterkommen ?
Allen von diesen Fragen tierisch genervten Eltern wuensche ich gute Nacht und viel Spass beim Programm von RTL.
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Dem Wahlkampf fehlt es an Schwung

Die Ueberschrift sagts: Ich langweile mich bei meiner kleinen täglichen Presseschau. Dass in Deutschland gerade Wahlkampf herrscht, weiss man auch nur, wenn man den Begriff “Wahlkampf” googlet. Oder googelt. Und am spannendsten sind da noch die Kapriolen, die Ministerpräsident Althaus in Thueringen veranstaltet. Was per se ja auch nicht Wahlkampf ist sondern Nach-Wahl-Krampf. Wenn ich mir das Wortspiel erlauben darf. So originell wie meine vorhergehenden Sätze ist aber auch die politische Wirklichkeit in unserem Land. Nicht mal ueber Steinmeier lästern macht wirklich Spass, man tritt ja auch bekanntlich keinem mehr, der am Boden liegt, gegen den Kopf. Naja, manche tun das schon, aber ueberwiegend gewaltbereite Jugendliche mit bevorzugt Migrationshintergrund. Und die gehen weniger oft wählen, sind also politisch uninteressant.
Meine kleine historische Analyse, was hier gerade schief läuft, zeigt ganz klar, warum wir alle spätestens bei der Tagesschau einschlafen und nur noch auf die Wettervorhersage warten:
 
Der aktuelle Wahlkampf lässt deutlich an Polemik missen.
 
Gerne erinnere ich mich an grandiose Wahlen in meiner Kindheit, die mit dem Slogan “Deutschland den Deutschen, Ausländer raus” selbst den politikuniteressiertesten Mitbuerger emotionell bewegten. Ich empfand das als eine ausgesprochen stimulierende Zeit, war ich doch damals das einzige Ausländerkind auf einem konservativen Gymnasium und hatte dadurch die Freude, mich noch von solchen Spruechen gekränkt zu fuehlen. Und bedroht. Aber heutzutage: nichts los in dieser Richtung. Kein wohliger Schauer, der einem ueber den Ruecken läuft, wenn ganze Volksgruppen, am Besten die eigene, diffamiert und diskriminiert werden. Nicht mal die CSU ist noch fuer einen guten derben Spass zu haben. Der einzige vielversprechende polemische Lichtblick wird von einem eher unbekannten B-Politiker namens Ruettgers geliefert, der irgendwas ueber Rumänen gesagt hat. Dies aber gleich wieder mit Entschuldigung und war-nicht-so-gemeint zuruecknimmt. Schwach, liebe Politiker. Seeeehr schwach. Polemik Sechs, setzen.
Hiermit stelle ich mich gegen ein kleines Entgelt (siehe auch Artikel “korrupter Politiker” hier weiter hinten irgendwo) bereit, ein unschlagbares Polemik-Wahlkampf-Thema zur Verfuegung zu stellen. Nach intensiven Recherchen in meinen Nasennebenhöhlen komme ich zu dem wissenschaftlich fundierten Schluss, dass folgende Bevölkerungsgruppen wahlkampftauglich sind:
 
- Computerspiele-Spieler weil die sind alle krank und potenzielle Amokläufer. 
- junge Menschen mit Migrationshintergrund weil die sind auch alle krank.
- Rumänen weil Arbeitsplätze.
 
Die neue wahlkampffähige Zielgruppe sind also meines Erachtens junge computerspielende Menschen mit rumänischen Migrationshintergrund. Auf diese, liebe Politiker, solltet ihr euch noch ganz schnell einschiessen, bevor ganz Deutschland in ein wahlkampfbedingtes Koma fällt.
Die Gruenen bekommen das Thema, wenn sie es denn aufgreifen, geschenkt. Die CSU muss allerdings etwas mehr zahlen, denn eigentlich hätte ich ein solches Thema von denen erwartet. Statt dessen muss ein emigrierter Psychiater der deutschen Politik auf die Spruenge helfen. Schwach. Seeeehr schwach.
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Wir armen Opfer

Eine bemerkenswerte Ueberschrift heute in der Onlineausgabe der Sueddeuschen:
 
 
(und ueber 300 ähnliche Meldungen laut Google News).
Es geht hier um die Tatsache, dass Kliniken niedergelassenen Ärzten laut Recherchen Geld bezahlen fuer eingewiesene Patienten. Natuerlich ein Skandal, natuerlich normales Procedere im abartigen deutschen Gesundheitswesen. Mach einer wundert sich weiterhin, dass es genuegend Ärzte gibt, die beschliessen, diese gnadenlose Idiotie nicht länger zu ertragen und nicht mehr kurativ arbeiten oder gar auswandern.
Bemerkenswert finde ich uebrigens nicht die Tatsache der Bestechung an sich, sondern besagte Ueberschrift.
Ärzte: Kliniken bestechen uns. 
Ich habe ihn bildlich vor mir, den armen, verwirrten Kollegen, der schon wieder einen Tausender auf dem Konto entdeckt, der ihm böswilligerweise und gegen seinen ausdruecklichen Willen von Klinikkonzern XY ueberwiesen wurde. Empörend. Massenhaft werden Ärzte im Land Opfer von, äh, wie soll man sagen, neues Wort benötigt, Zwangsbestechung. Ja, Unschuldige, die gezwungen werden, Bestechungsgelder anzunehmen sind wohl Opfer grassierender Zwangsbestechung. Leid tun sie mir, meine Kollegen. Die zwangsbestochenen.
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Anna Odell und die schwedische Kunst

Eine Gerichtsverhandlung, die hier in Schweden viel Aufsehen erregt, in Deutschland aber weitgehend unberichtet bleibt, soll hier doch dem geneigten Leser vorgestellt werden.
Anna Odell steht vor Gericht, weil sie, Studentin der schwedischen Kunsthochschule “Konstfack”, in ihrer Abschlussarbeit verrueckt spielte. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie stellte sich nämlich im Jaunuar des Jahres nachts auf eine stockholmer Bruecke, unter sich die eiskalten Wogen des Mälarensees, warf Teile ihrer Kleidung von sich und stand leichtbekleidet herum und spielte verwirrt. Vorbeikommende Spaziergänger hielten sie folgerichtig fuer eine potenzielle Selbstmörderin und riefen die Polizei. Diese fackelte nicht lange, packte die offenbar Verwirrte ins Auto und fuhr zur psychiatrischen Notaufnahme. Dabei wehrte sich Frau Odell nach uebereinstimmenden Angaben heftig, so dass bis zu 6 Polizisten nötig waren, um sie zu halten. Sie verletzte dabei jedoch niemanden. Ein vernuenftiges Gespräch kam nicht zustande, gemäss Polizeiaussage weigerte sich Odell zu sprechen, die Kuenstlerin selbst behauptet, keiner hätte es jemals versucht.
In der Notaufnahme dann wurde sie ohne viel Federlesens in einem Bett festgebunden ( auf deutsch mechanische Beschränkung oder Fixierung). Auch hier, so die Kuenstlerin, habe niemand versucht, vorher oder während mit ihr zu kommunizieren. Sie erhielt eine Zwangsmedizin, eine Spritze mit Beruhigungsmittel gegen ihren Willen. Wohl mehrfach in dieser Nacht. Weiterhin niemand, der sich besonders um sie kuemmerte, ausser den ueblichen Kontrollen eben, ob Patient schläft oder wach ist oder Unsinn macht.
Am nächsten Tag teilte sie dem zuständigen Oberarzt mit, dass das alles nur gespielt war, ein Kunstprojekt, welches nunmehr den Namen “Okänd, kvinna 2009-349701 (Unbekannt, Frau, 2009-349701)” trägt. Teilweise zeichnete sie nämlich Szenen ihrer Verhaftung und Behandlung auf Ton- und Bildträger auf. Das Kunstwerk selbst uebrigens, ihrer Abschlussarbeit wie gesagt, fand in der Öffentlichkeit wenig Zustimmung. Undeutlich, unscharf, langweilig. Da sind Doku-Soaps bei SAT 1 sicher besser choreografiert.
Der Oberarzt lies die falsche Patientin nach ihrer Erklärung wieder gehen, war sauer und zeigte sie an. Die Polizei ebenfalls. Wegen allem Möglichem, wenn ich mal aus dem Schwedischen uebersetzen darf wegen falschen Alarms, Widerstands gegen die Staatsgewalt und arglistiger Täuschung.
Und nun also das Verfahren. Dessen Ausgang wahrscheinlich nur Anna Odell und ihren Anwalt interessiert, denn viel wichtiger ist die Diskussion hier in sämtlichen schwedischen Medien ob a.) es Kunst ist, sowas zu tun und darf man das und b.) wie schlimm ist es wirklich in der schwedischen Psychiatrie wenn solches mit eigentlich Nicht-Kranken passieren kann.
 
Interessierte schwedischkönner sollten gerne mal nach “Anna Odell” googeln, selbst einige spärliche deutsche Zeitungen berichten.
 
Ach so, und, obwohl dies kein Blog ist, will der geneigte Leser natuerlich meine eigene Meinung dazu hören. Also gut:
a.) verstehe ich nicht viel vor Kunst, schon gar nicht von Aktionskunst. Ich weiss aber nicht wie viel Kunst es ist, verrueckt zu spielen. Ihr Werk jedenfalls ist, nach erfolgter Betrachtung, ganz grosser Mist. Die Aktion selbst – verrueckt.
b.) In der schwedischen genau wie der deutschen Psychiatrie ist es heftig. Nachts in der Akutaufnahme. Da passiert sowas. Das ist nicht schön, fuer niemanden der Beteiligten, am allerwenigsten fuer den Patienten. Ist es wert, dass die Presse mal darueber berichtet ? Definitiv ja. Ist es Kunst, so zu spielen und daraufhin schlecht behandelt zu werden ? Definitiv – ich weiss nicht. 
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Die Abenteuer von Guthold dem Goblin: Goblinz muessen auch arbeiten

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Konsequenz mit fuenf

Melissa, unsere fuenfjährige sitzt am Esstisch. Plötzlich räumt sie seelenruhig Geschirr zur Seite obwohl man noch nicht fertig ist. Es entsteht eine Gasse auf dem Tisch, Melissa krabelt rauf und durch den von ihr geschaffenen Weg. Als ihre Mutter sie fragt was den jetzt dieser Unsinn soll antwortet sie mit dem Ernst den nur Kinder aufbringen:
“Ich muss den Weg gehen den ich gewählt habe.”

Ich bin gespannt was sie wird wenn sie gross ist.

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