Wenn ich mal bisschen Zeit uebrig habe, schaue ich gelegentlich, was meine Lieblingspartei, die FDP, aus ihren Hirnwindungen entlässt. Rein beruflich sehr interessant, finde ich.
Die Pressemitteilung, die die FDP vor 2 Tagen von sich liess, ist so krank, dass ich sie der Welt kaum vorenthalten kann. Und da ich weiss, dass FDP-Pressemitteilungen lesen ein eher seltenes Hobby ist, will ich dem geneigten Leser diesen Link hier empfehlen.
Kurz zusammengefasst soll hier die Position der FDP zum Thema Walfang erläutert werden. Hier findert sich der eher unumstrittene Satz ”Die Koalition bekennt sich klar zum Ziel, den kommerziellen und pseudowissenschaftlichen Walfang auf Dauer zu beenden.“(Zitat)
Nichts anzumerken, denke ich, nicht dass sich plötzlich sowas wie Vernunft in die Partei der Besserverdienenden einschleicht. Aber zu frueh gesorgt, einige Zeilen weiter unter findet sich die aufklärende Erläuterung: „Daher stehen wir dem aktuellen Verhandlungsvorschlag des Vorsitzenden der Walfangkommission für eine zeitweise Festlegung von Quoten offen gegenüber. “(Zitat)
Mit anderen Worten also: Um das Walschlachten zu beenden, soll eben dieses in (begrenztem) Umfang erlaubt werden.
Nette Idee. Und so bestechend in ihrer konsequenten Logik. Statt gegen etwas Schreckliches zu kämpfen und sich klar zu positionieren kann man natuerlich auch das Gegenteil tun: Das Schreckliche sanktionierten. Problem gelöst.
Mich begeistert der Gedanke ja. Hilft er doch mit, viele brennende Probleme auf der Welt mit dem selben geistigen Hintergrund zu lösen. Sklaverei ? Nicht gut aber statt gegen sie zu kämpfen, kann man ja eine Quote einfuehren. Ein Sklave pro Haushalt, bei Doppelverdienern und im Hotelgewerbe gerne auch zwei. Aber nicht mehr ! Oder Gewalt gegen Kinder ? Einmal mit der geschlossenen Faust pro Woche könnte ja unter die Quotenregel fallen, während tägliche Gewalt dann doch eher politisch unerwuenscht wäre. Dann hätten die Betroffenen ja ganze sechs Tage Zeit, sich zu erholen…
…zu zynisch, meinen sie, liebe Leser ?
Fragt sich nur wer. Ich oder unsere Volksvertreter.
Man sollte das Böse ja nicht zu konsequent bekämpfen
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