Ich bin ein Bewunderer der deutschen Sprache. Sie ist schön, sie ist komplex und lässt viele Facetten zu. Mit ihr zu spielen, sie ausformen zu können ist eine Kunst und diejenigen, die perfekt mit ihr umgehen, sind zu Recht mit die grossartigsten Vertreter unseres Landes. Gleichzeitig habe ich im Gegensatz zu manchen eher konservativen Huetern der Sprache rein gar nichts gegen Neologismen, Okkasionalismen oder gar Fremd- und Lehnwörtern im Wortschatz. Meiner Meinung nach bereichern sie ein Instrument (Sprache), welches nicht statisch sondern dynamisch ist, also ständig Veränderungen unterworfen ist.
Eine ganz besondere mehr oder minder aktuelle Wortneuschöpfung, die derzeit durch die Presse geht, dreht mir beim Lesen den Magen um und zeigt, wie viel Widerwärtigkeit, Menschenverachtung und kriminelle Gleichgueltigkeit man mit einem deutschen Wort ausdruecken kann. Ich weiss nicht, ob ich in diesem speziellen Fall die flexibilität der deutschen Sprache bewundern soll oder ob ich mich voller Verachtung den Sprachhuetern zuwenden soll, die schon seit hunderten von Jahren ungehoert predigen, dass unsere Sprache mit all ihrer Elleganz und Schönheit dem Untergang geweiht ist.
Ich meine natuerlich den Begriff des “Flatrate-Puff”.
Kotz.
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