Uebrigens, Nachtrag zum Artikel Suchmaschinen-Optimierung. 2 Stunden später war mein Beitrag auf Seite 2 bei Google. Google rocks !
Aber zum Thema: Das Leben ist doch bunter als alle Fantasie. Da tickern doch wirklich zwei Meldungen durch die Presse die es in sich haben.
Erstens: Gesundheitsministerin Schmidt ist tatsächlich der Dienstwagen in Spanien ( wo sie im Urlaub ist) gestohlen worden.
Nun schreit jeder gleich wie schimm das ist mit Urlaub und Dienstwagen und wie korrupt mal wieder alles ist und Ruecktritt Ruecktritt Ruecktritt. Ehrlich gesagt trifft es natuerlich mit Ulla Schmidt keine Unschuldige, kleinliche Geister freuen sich und reiben sich die Hände, endlich ist sie dran. Jede Wette, die Ministerin wird extrem harte Tage erleben.
Ich habe dazu allerdings wie so oft eine abweichende Meinung.
Verwundelich fuer diejenigen die bisher dachten ich wuerde hier unreflektiert polemisch ueber Politik und Politiker im Besonderen lästern. Was ich ja auch tue. Aber nicht hier. Das hier folgende meine ich wirklich ernst:
In diesem Fall bin ich menschlich beruehrt. Zum einen, weil der Fahrer der Ministerin seinen 15-jährigen Sohn dabei hatte. Als Vater wuerde ich tausend Tode sterben wenn jemand in mein Hotelzimmer einbricht und was klaut (in diesem Fall die Fahrzeugschluessel). Nicht auszudenken, wenn dem Jungen was passiert wäre, wenn er sich zufällig dort aufgehalten hätte.
Und zum Anderen finde ich es eine wahnsinnig menschliche geste, dass die Ministerin ihrem Fahrer erlaubt hat, den Jungen nach Spanien mitzunehmen. Ich denke nicht, dass man als Ministerfahrer wahnsinnig viel verdient und vielleicht will man die Sommermonate auch als Chauffeur mit seinem Sohn, der sowieso Ferien hat, verbringen. Dies hat die Ministerin erlaubt. Gemäss Gesetz hat sie eh Anspruch auf Benutzung des Dienstwagens, auch im Urlaub, auch im Ausland. Das der Fahrer sein Kind dabei hatte und nicht alleine in Deutschland zuruecklies: Respekt, ehrlichen Dank, nichts daran auszusetzen. Dies sollten sich gerade diejenigen Kommentatoren und Politiker ueberlegen die ständig ueber die Verwahrlosung unserer Jugend lamentieren.
In diesem Fall also: Hut ab vor ihnen, Frau Schmidt.
Aber als Politikerin mag ich sie dennoch nicht.
Zweitens: Frau Pauli hat jetzt nicht nur ihre eigene Partei, sie hat sogar ihre eigene Partei, die nur ihre gehört.
Wie cool ist das ! Ich meine, ich schwelge hier in meinen Alleinherrscherfantasien und Frau Pauli macht es einfach ! Alles was zu einer richtigen Gaudi dazugehört, Streit, sich anbruellen, mobben, Leute ausschliessen, kleinere Handgemenge und absolut kreative Auslegung von Parteistatuten. Mein Vorbild ! Wenn sie mal Herrscherin, neh, ich meine Kanzlerin werden, ich stehe gerne als Mineralsekretär oder zumindest Innenminister zur Verfuegung.
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